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09. August 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Aggenstein

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09. August 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Pantheon

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31. Juli 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Rom 2016 | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Riedberger Horn

Bei dem Regen mal was sonniges 🙂1G0A7673-Pano

27. Juli 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schlagwörter: , , , , , | Schreibe einen Kommentar

In der Nacht

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21. Juli 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Rom 2016 | Schlagwörter: , , , | Schreibe einen Kommentar

Colosseum

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18. Juli 2017 von iljaosthoff
Kategorien: City, Reise, Rom 2016 | Schreibe einen Kommentar

Marokko 2017 – Fazit

Für mich war es die erste Reise in ein islamisches Land und dementsprechend neugierig war ich. Marokko ist sicher nicht der Prototyp eines islamischen Landes, aber dafür das einzige, was man im Moment sicher bereisen kann.

Für uns war es eine ganz tolle Reise, mit vielen unvergesslichen Eindrücken, wundervollen Landschaften wie aus 1000 und einer Nacht.

Herausheben möchte ich hier die Leute. Marokkaner sind unglaublich kontaktfreudige und freundliche Menschen, die sehr an einem interessiert sind. Ok, die meistens wollen Dir erstmal einen Teppich oder ein Kamel verkaufen, wenn man aber das abgebogen hat, dann sind sie sehr interessiert an Dir und erzählen auch sehr viel über sich und ihr Land. Ich war noch nie in einem Land unterwegs, in dem ich soviel Kontakt zu Einheimischen gehabt habe und soviel über das Land und die Leute erfahren habe. Zugegebenerweise hatten wir sicher mit unser kleinen Tochter ein Vorteil, aber wenn man sich nicht zu „kontaktmuffelig“ anstellt, wird man schnell interessante Dinge erfahren.

Insgesamt kann ich sagen, daß ich sicher dieses Land nicht zum letzten Mal besucht habe 🙂

Ich hoffe, daß Euch mein kleiner Reisebericht gefallen hat und wenn es Fragen oder Anregungen gibt, gerne hier in den Blog oder per Email schreiben.

16. Juni 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Marokko 2017 | Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Marokko 2017 – Tips und Tricks

Disclaimer:

Wir waren die ganze Zeit mit unserem Bussle unterwegs und waren nur auf Campingplätzen und Stellplätzen. Wir waren weder in Hotels noch an der Westküste unterwegs, so daß diese Tips natürlich nur Leuten weiterhelfen, die ähnlich wie wir unterwegs sind 🙂

Photographieren:

In islamischen Länder ist das Photographieren von Personen aus religiösen Gründen nicht gerne gesehen bzw. verboten. So hart wird das nicht gesehen. Es ist uns ein paar Mal auf dieser Reise passiert, daß Personen sich sobald sie uns gesehen haben, weg gedreht haben und die Frauen ihr Gesicht mit einem Schleier verdeckt haben. So etwas sollten man natürlich respektieren! Ansonsten gilt wie überall in der Welt der gesunde Menschenverstand – man sollte vorher die Personen fragen und meistens darf man dann sie auch photographieren – vielleicht gegen eine kleine Entschädigung. Wenn nicht, dann halt nicht 🙂

Wovor wir nur warnen können, ist in den grösseren Städten Schausteller, Artisten oder Wasserträger einfach zu photographieren. Sie verlangen zum Teil horrende Preise für ein Photo (z.T. über 10 Euro) und werden richtig pampig, wenn man den Preis nicht bezahlt. Genauso können wir nur warnen, sie heimlich zu photographieren, da wird die Situation noch schlimmer. Grade in Marrakech kannst Du dieses unverständliche Verhalten bei vielen Touristen leider sehen.

Camping:

Camping ist absolut problemlos in Marokko möglich. Es gibt in den grösseren Städten überall Stellplätze oder Campingplätze. Aber auch auf dem Land findet man meistens ein Platz. Und wenn nicht, Wildcampen ist in Marokko erlaubt 🙂

Auf den Campingplätzen sucht man meistens vergeblich nach europäischen Standards, aber die meisten haben irgendein Klo und meistens auch ein Dusche, allerdings nicht immer rund um die Uhr mit Wasser versorgt und schon gar nicht mit warmen 🙂

Wir waren auch auf Plätzen, die hatten ein kleines Schwimmbad dabei oder ein Restaurant. Ihr solltet wenn Ihr wie wir Anfang des Sommers oder im Sommer unterwegs seid, darauf achten, ob Ihr irgendwo auf dem Platz im Schatten stehen könnt. Die Sonne brezelt erbarmungslos auf die Plätze runter.

Campingführer gibt es über Marokko genug. Wir können eigentlich die Tips der normalen Reiseführer empfehlen, das reicht meistens.

Ernährung/Hygiene/Wasser:

Hier gilt wie überall in diesen Ländern: cook it, boil it or Forget it! 🙂 Koche es, gar es oder vergiss es 🙂 Die Marokkaner haben definitiv einen robusteren Magendarm Trakt als wir Westeuropäer. Deswegen vertragen wir auch nicht alles, was dort angeboten wird. Wir haben konsequenterweise alle rohen Sachen und Salat vermieden (ja, irgendwann kriegt man einen echten Hunger auf Salat 🙂 und den Rest etwas länger gekocht als wir das hier in Europa machen würden. Dafür hatten wir auch keinerlei Probleme mit dem „Marrakech – Express“ 🙂

Wasser haben wir entweder zum Trinken in Supermärkten gekauft oder wenn wir unseren Frischwasser Tank aufgefüllt haben, extra desinifiziert. Wir haben dafür einen UV Stick besorgt, der das Wasser mit UV Licht desinifiziert. Das funktioniert super, nur leider immer nur einen Liter aufs Mal. Da kann man bei einem 40l Tank schon länger sitzen 🙂

Sicherheit:

Es gab den ganzen Urlaub ein zwei Situationen, in denen wir uns nicht wohl gefühlt haben bzw. die Situation etwas brenzlig war. Ansonsten gab es keinerlei Probleme und wir fühlten uns pudelwohl.  Man sollte die üblichen Sicherheitsmassnahmen anwenden und dann kann man sich sicher durch das Land bewegen. Man sollte sich auch an das Land anpassen, von der Kleidung her, aber auch von dem Verhalten und die Dinge so akzeptieren wie sie sind. Schliesslich ist man der Gast in diesem Land!

Die Marokkaner sind sehr hilfsbereit und helfen wo sie können. Dafür muss man auch in Kauf nehmen, daß man an jeder Ecke übers Ohr gehauen wird. Dies ist halt so und es ist nie bös gemeint! Wenn man jemanden beim Schummeln „überführt“, wird meistens nett gelächelt und das wars dann auch.

In grossen Städten wie Marrakech oder Meknes ist das etwas anders. Da wird der Tourist schon berufsmässig ausgenommen und man sollte durch aus auch auf seinen Rucksack oder ähnliche Sachen gut aufpassen.

Handy/Internet:

Es gibt fast überall im Land guten Handyempfang. Bei der Maroc Telekom gibt es verschiedene Handykarten auch mit mobilem Internet. Wir selber hatten das nicht, haben aber einige getroffen, die das benutzt haben und voll zufrieden waren. Die Preise sind moderat, eine Woche Internet 2 Euro.

Sprache:

Es wird in Marokko Arabisch und Französisch gesprochen. Es gibt aber auch genügend Marokkaner die Englisch oder sogar deutsch sprechen. Im Norden des Landes wird auch viel Spanisch gesprochen, so dass man eigentlich mit jeder Sprache weiter kommt 🙂 Zudem sind die Marokkaner sehr kommunikativ, so dass man auch mit Händen und Füssen viel reden kann 🙂

16. Juni 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 23-25

Marokko

Tag 23-25 – 26.-28.05.2017

Alacant – Buchenberg

1800km

Wir brechen nicht so früh bei den Holländern auf wie wir wollten, wir sind doch schon ganz schön fertig von dem Stress mit der Fähre.

Als wir dann endlich losfahren, lassen wir es gut laufen, so daß wir abends schon kurz in hinter der französischen Grenze auf einen Stellplatz direkt an der Mittelmeer Küste kommen.

Was ein Unterschied zu Marokko! In Marokko sahen wir mal ein oder zwei andere Wohnmobile auf dem Campingplatz, oft auch gar keinen. Hier in Frankreich müssen wir uns den Platz mit 40-50 Weisswand Campern teilen 🙂 Naja, ist ja nur für eine Nacht…

Wir holen uns leckere Pizza, ein kühles Bier und setzen uns an den Strand und geniessen den Sonnenuntergang 🙂

Am nächsten Morgen geht es einigermassen früh los und wieder lassen wir es gut laufen. Auch wenn es mein Geburtstag ist, verbringen wir die meiste Zeit auf der Autobahn. Abends kommen wir in Annecy an, kaufen kurz ein und wollen dann auf einen Campingplatz am See. Hm, irgendwas haben wir falsch gemacht, alle Campingplätze sind voll 🙂

Also fahren wir noch zehn Kilometer weiter an einen Stellplatz. Der liegt auch sehr schön und wir müssen ihn auch nur mir 10 anderen Campern teilen 🙂

Morgens gehts weiter direkt in die Schweiz und komplett einmal durch, bevor wir über Österreich dann unser Heimatstädtchen erreichen 🙂

26. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 22

Marokko

Tag 22 – 25.05.2017

La Linea – Alacant

550km

Gegen neun quälen wir uns aus den Betten und wundern uns, was aus unserem verschlafenen kleinen Parkplatz geworden ist. Es ist eigentlich ein riesiger Pendlerparklatz und fast alle Plätze sind durch Berufstätige besetzt worden.

Der Platz liegt 100 Meter neben der Grenze nach Gibraltar. Da wir beide noch nie in Gibraltar waren, beschliessen wir spontan, noch einen kleinen Ausflug rüber zu machen.

Hier sind die Zollformalitäten wirkliche Formalitäten und wir sind in zwei Minuten in Gibraltar. Lustigerweise läuft man hinter dem Zoll über die Startbahn des Flughafen von Gibraltar. Es kommt dann auch gleich ein Flugzeug und wir werden von netten Polizisten hinter eine Absperrung verscheucht, damit es landen kann 🙂

Nach zwei Stunden Sightseeing – es ist alles so anders als in Afrika 🙂 – kehren wir dann zu unserem Auto zurück und fahren auf die Autobahn. 

Wir lassen es laufen und sind am Abend schon in der Nähe von Alicante und stellen uns auf einen kleinen Stellplatz bei einem Bed&Breakfast Place von zwei Holländern. Wir werden sehr herzlich begrüsst und der Platz kommt nach drei Wochen Marokko uns sehr luxuriös vor. 

Wir essen noch schnell etwas und dann geht es ab ins Bett.

 

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25. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 21

Marokko

Tag 21 – 24.05.2017

Moulay Bousselham – La Linea

150km

Morgens räumen wir zum letzten Mal auf afrikanischen Boden für diese Reise unser Bussle auf und fahren nochmals in den Ort, um Vorräte zu kaufen.

Leider gibt es den auf dem Campingplatz vorsprochenen Markt nicht oder wir finden ihn nicht 🙂

Wir fahren dann weiter Richtung Tanger. Noch einmal voll getankt, um unsere Dirhams (die einheimischen Währung)  wegzukriegen und dann geht es zum Hafen. 

Dort wollen wir eine von den Schnellfähren kriegen, die in einer halben Stunde nach Europa fahren. Allerdings wir mir erstmal gesagt, daß heute wahrscheinlich keine mehr fährt, ich soll ich zwei Stunden wieder herkommen, dann wüsste man genaueres.

Ok, nach zwei Stunden wissen wir, daß heute von Tanger keine Fähren mehr abfahren, weil der Seegang zu hoch ist. Wir sollen nach Tanger Med fahren, dort würden die grossen Schiffe heute noch fahren.

Gesagt, getan, wir fahren nach Tanger Med auf der landschaftlich sehr schönen Küstenstrasse und kommen im Hafen am frühen Nachmittag an.

Dort geht es zum letzten Mal zu wie in den Souks in Marrakech. Jeder Fährgesellschaft hat einen „Marktschreier“ vor ihrem Häuschen, der einen zu dieser Gesellschaft ziehen will 🙂

Nach kurzer Zeit bin ich stolzer Besitzer der Tickets von einer Fähre, die in zwei Stunden fährt. Also noch locker Zeit, um aufs Schiff zu kommen.

Wir fahren Richtung Zoll und uns schwant sofort Übles – wir sind von der Herfahrt ja auch schon etwas misstrauisch geworden, was die Schnelligkeit des marokkanischen Zolls angeht 🙂

Eine lange Schlange vor der Einfahrt zum Zoll, eine vor der Polizei, einer vor dem Zoll und eine vor dem Fahrzeugscanner lassen aber auch nichts gutes erwarten. Wir warten und warten und die Stimmung sinkt immer weiter, da relativ bald klar wird, wir werden das Schiff nie erreichen. Auch eine nette Nachfrage beim Zoll meinerseits, daß unser Schiff bald fahren wird, wurde mit einem barschen „das ist nicht mein Problem“ beantwortet. Ok, bald sehen wir – immer noch in der Schlange stehend – wie unser Schiff ablegt und fährt. Naja, es wird eine Lösung geben 🙂

1,5 h nachdem unser Schiff abgelegt hat, nach ungefähr vier Stunden Zollabfertigung stehen wir an der Mole, wo unser Schiff ablegen soll. Hm, jetzt ist guter Rat teuer. Kein Offizieller ist da, die drei mitreisenden wissen auch nicht mehr. Irgendwann kommt dann ein Offizieller der Fährlinie und kontrolliert die Tickets. Auf meine Nachfrage, wann die nächste Fähre kommt, meint er in zehn Minuten. Tatsächlich ist nach einer halben Stunden eine Fähre da. Bis wir allerdings an Bord gehen dürfen ist es fast Mitternacht. Hm, eigentlich sollten wir auf die Fähre um 18:30…

Es gibt ein schönes Sprichwort: Europa hat die Uhr, Afrika hat Zeit 🙂

Egal, gegen Mitternacht legen wir ab und wir rollen uns in eine ruhige Ecke in der Fähre zusammen und schlafen sofort ein. 

Gegen zwei Uhr morgens kommen wir in Spanien an und fahren von Bord. Die Schlange an der spanischen Zollabfertigung ist ebenfalls verdächtig lang 🙂 Aber trotz aller Unkenrufe unsererseits sind wir schon um drei Uhr morgens durch den Zoll und fahren in den Nachbarort an den Yachthafen. Da soll es einen Stellplatz für Wohnmobile geben. Wir kommen um halb vier Uhr morgens dort an und nachdem ich den Parkplatzwächter mit verschiedenen Sprachen total verwirrt habe, begiessen noch unsere Ankunft in Europa mit einem halben Glas Wein, bevor wir todmüde ins Bett fallen.

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24. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 20

Marokko

Tag 20 – 23.05.2017

Marrakech – Moulay Bousselham

400km

Heute geht es weiter Richtung Norden – Richtung Tanger. Leider geht unsere Zeit hier in Marokko zu Ende.

Ich weiß gar nicht, ob ich das geschrieben habe. Relativ am Anfang unser Reise haben wir von unser Fährgesellschaft eine SMS bekommen, das unsere Rückfahrt ersatzlos gestrichen wurde. Also haben wir keine Rückfahrt und müssen uns morgen ein neues Ticket organisieren. Außerdem können wir nicht bis nach Savona fahren, sondern müssen wohl oder übel komplett durch Spanien und Frankreich bis nach Hause fahren. Hm, das wird eine Plackerei.

Morgens packen wir das Auto wieder und füllen Wasser und ähnliches auf. Wir verabschieden uns, jetzt wahrscheinlich erstmal endgültig, von unseren netten deutschen Nachbarn und fahren Richtung Medina los.

Wir wollen vormittags noch kurz die Gerbereien besuchen, die sehr sehenswert sein sollen. Es gibt außerhalb der Stadtmauer einen grossen Parkplatz, wo wir unser Auto gut parken können. Als wir in die Medina reingehen, merken wir, daß wir wohl ein Stadttor zu weit im Süden reingegangen sind. Da müssen wir uns wohl oder übel Richtung Norden durchkämpfen. Das schaffen wir auch, merken aber, daß hier eher keine Touristen normalerweise unterwegs sind. Wir werden relativ schnell von einem netten Herren aufgegabelt, der uns den Weg in die Gerberei zeigen will.

Der Weg führt an einer Schule vorbei und scheinbar ist sie gerade aus. Wir merken die ganze Zeit schon eine etwas feindselige Stimmung uns gegenüber. Meine bessere Hälfte wird absichtlich von einem Halbstarken angeremmpelt, was seine Kumpels mit lauten Lachen quitiert wird. Ein kleiner Junge wirft ein Stein auf mich und als ich ihn dann auffordere, daß er das gefälligst sein lassen soll. Daraufhin beschimpft er uns lautstark auf Englisch. Das ist das erste Mal in Marokko, wo wir uns nicht wirklich wohl fühlen und eine feindselige Stimmung uns entgegen schlägt.

Endlich erreichen wir die Gerberei und die Kinder verschwinden. Wir einigen uns mit einem Herren von der Gerberei über den Preis für eine Führung und lassen uns durch die Anlage führen. Es ist wirklich spannend ein solch altes Handwerk mal in Realität zu sehen. Unser Guide erzählt uns, daß die Gerber nach demselben Traditionen seit 1000 Jahren arbeiten. Ein Erlebnis ist es auch, wenn man in Sandalen durch Haare, Fettreste und Chemikalien durchgeht 😉

Allerdings kann auch hier das Arbeiten nicht wirklich gesund sein. Die Arbeiter stehen bis zur Hüfte in Bottichen mit Chemikalien ohne wirkliche Schutzausrüstung, für uns Deutsche unvorstellbar.

Wir fahren dann gegen frühen Mittag weiter, auf die Autobahn Richtung Casablanca. Wir kommen sehr schnell voran und lassen Casablanca und Rabat schnell hinter uns. Am frühen Abend suchen wir uns einen netten Campingplatz direkt am Meer. Dort geniessen wir ein schnelles Abendessen und gehen früh schlafen.

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23. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 19

Marokko
Tag 19 – 22.05.2017
Marrakech
0km

Wir beschliessen spontan, doch noch einen Tag in Marrakech zu bleiben. Ich glaube man könnte hier auch eine Woche verbringen und würde nicht annähernd alles sehen.
Also packen wir wieder unsere Siebensachen und machen uns morgens auf den Weg in die Medina.
Eigentlich wollen wir mit dem Bus fahren, aber zwei Busse fahren komplett überfüllt an unserer Haltestelle vorbei. Eine Marokkanerin, die mit uns gewartet hat, versucht uns ein bisschen das System mit Bussen, petits Taxis und grandes Taxis zu erklären. Schliesslich nimmt sie uns zu einer Taxiwartestelle in der Nähe mit und erklärt einem etwas mürrischen Taxifahrer, daß wir zu ihr gehören und wir gefälligst auch den Einheimischen Preis zahlen sollen. Das klappte einwandfrei, so daß wir für 50 Cent über 12 km gefahren werden 🙂
Wieder einmal mehrere Sachen zum Lernen: erstens die Marokkaner sind sehr hilfsbereit, zweitens Frauen haben hier im Land ganz schön die Hosen an und drittens es gibt immer mehrere Preise: teuere Touristenpreise, günstige Touristenpreise und die Einheimischen Preise 🙂
So kommen wir eine spannende Erfahrung reicher in der Medina an und stürzen uns sofort ins Getümmel. Wir wollen ein paar Sachen einkaufen und ein paar spezielle Ecke der Souks anschauen. Das mit dem Einkaufen klappt mittlerweile sehr gut, auch das Handeln wird immer besser 🙂
Das mit dem ein bestimmten Ort in den Souks finden, klappt noch nicht so gut. Auch auf GPS ist in den schmalen Gassen nicht so recht verlass. Aber es findet sich immer jemand, dem sein Bruder oder Vater oder Cousin dort arbeitet und der einem den Weg zeigt 🙂
So finden wir die Wollfärberei. Das ist sehr spannend anzuschauen. Die Handwerker rühren dicke Stoffballen mit der Hand in Farbbädern um. So wie sie ausschauen, glaube ich nicht, daß sie jemals die Farbe von den Armen wieder runter kriegen. Uns wurde versichert, daß die Farben alle natürlich und nicht giftig sind, aber irgendwie glauben wir das nicht.
Mittags verschlägt es uns in ein kleines Restaurant in einem Gässchen, wo wir leckeres marokkanisches Essen geniessen. Leider können wir den Salat, der sehr verlockend aussieht und schön auf dem Teller drapiert ist, aus verständlichen Gründen nicht essen. Ich kriege so langsam richtig Lust auf Salat 🙂
Über die heissen Nachmittagsstunden fahren wir wieder zurück auf unseren Platz und geniessen ein zwei Stunden am kalten Pool. Diesmal mit einem grossen Taxi zu einem günstigen Touristenpreis 🙂
Abends fahren wir diesmal mit dem Bus wieder in die Stadt, um was zu essen und nochmal die Stimmung am Djemaa el-Fna, dem grossen Platz zu geniessen.
Das klingt jetzt so, als ob wir immer einen genauen Plan haben, mit was für einem Transportmittel wir in die Stadt fahren. Das ist natürlich nicht so. Man steht an der Strasse, winkt dem einem oder dem anderen Taxi oder Bus und fragt nach dem Preis. Der ist meistens viel zu hoch, man merkt aber schnell, ob der Fahrer zum Handeln bereit ist. Wenn der Preis weiter zu hoch ist, wartet man auf das nächste oder sonst wird man gefahren 🙂
Wir geniessen nochmal die marokkanischen Leckereien, die man am Strassenrand in den Souks und auf dem Platz kriegen kann und gehen dann in die Brasserie de glacier. Das ist ein kleines Café mit einer riesigen Dachterrasse, von der man einen Wahnsinnsblick über den Platz hat. Die Ober sind zwar sehr unfreundlich, die Preise sind gesalzen, aber der Blick ist unbezahlbar!
Nach einer Stunde da oben wird es uns tatsächlich zu kalt 🙂 und wir suchen uns nach dem oben genannten System eine Möglichkeit heimzufahren.
Wir lassen dann den Abend am Bus auf dem Campingplatz ausklingen. Das war dann unser letzter richtiger Abend in Marokko. Ab morgen müssen wir uns so langsam auf die lange Heimfahrt machen.

 

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22. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 18

Marokko

Tag 18 – 21.05.2017

Marrakesch

0km

Heute wollen wir uns Marrakech anschauen. Ich bin schon sehr gespannt auf meine erste arabischen Millionenstadt.

Wir fahren mit dem öffentlichen Bus in die Medina. Das klappt mittlerweile auch schon ganz routiniert 🙂

Die erste Station in dieser Stadt in der Medina (der Altstadt) ist sicher der Djemaa el Fna – der Platz der Gehängten. Das soll der schönste und lebendigste Platz in Marokko sein.
Wir sind dort morgens und da ist noch nicht wirklich was los. Ein paar Gaukler, ein paar Schlangenbeschwörer und sonst nicht viel. Aber der orientalische Flair ist schon deutlich zu merken.
Da die Souks sich direkt anschliessen, lassen wir uns gleich in das orientalische Shoppingparadies hineintreiben. Hier kriegt man wirklich alles. Kleidung, Essen, Metallhandwerk, Holzsachen bis hin zu lebenden Tieren und Zahnprothesen (natürlich gebrauchte 🙂

Wir merken schnell, daß das alles sehr touristisch ist und auch die Preise zum Teil nicht so günstig sind wie auf dem Land. Allerdings kann man immer ein, zwei Strassen „falsch“ abbiegen und schon ist man dort, wo nur noch die Einheimischen einkaufen. Wir verlaufen uns auch gleich in dem Gewirr von Gassen und Gässchen, aber die Einheimischen sind sehr hilfsbereit, wenn es darum geht wieder zurück zu finden 🙂

Es ist spannend, wenn man Photos von Marrakech von vor 100 Jahren sieht, hat sich eigentlich nicht viel verändert – nur die selbstmöderisch durch die Gässchen rasenden Motorräder gab es damals wohl nicht 🙂

Mittags gehen wir in ein Restaurant in einer Seitenstrasse, daß wohl eigentlich nur von Einheimischen frequentiert wird. Dementsprechend ist die Speisekarte: halbes Kilo Lamm oder ganzes Kilo Lamm 🙂

Egal es schmeckt sehr lecker, wenn auch ein bisschen fett mit viel Öl. Wir fahren dann mit dem Bus zurück zum Campingplatz, um die Mittagshitze dort am Pool zu ertragen. Wobei heute war ein Temperatursturz in Marrakech. Gestern 42 Grad, heute nur noch 33 Grad 🙂

Am Campingplatz angekommen, sehen wir, daß ein paar Deutsche, die wir in Zagora kennengelernt haben, zwei Plätze neben uns stehen. Wir tratschen gleich ein wenig über die letzten Tagen und verabreden uns für abends, um zusammen in die Stadt zu fahren.

Abends wollen wir wieder mit dem Bus in die Stadt, aber irgendwie fährt kein Bus, also nehmen wir uns ein Taxi zusammen. Das ist auch etwas praktisches, man lässt sich reinfahren und nennt dem Taxifahrer eine Uhrzeit oder kriegt eine Visitenkarte mit Handynummer und trifft sich später wieder und er fährt einen heim. 

Wie hat sich der Platz Djemaa el Fna jetzt verändert? Es laufen Hunderte, wenn nicht Tausende Leute herum, es ist eine unglaubliche Geräuschkulisse und eine Unzahl an unbekannten Gerüchen, die auf einen einschlagen. So habe ich mir Marokko überall vorgestellt 🙂 Überhaupt muss ich sagen, daß dieser Platz am Abend wohl das tollste der ganzen Reise war.

Wir schlendern ein bisschen über den Platz, hören den Geschichtenerzählern zu (eine Erfindung aus den letzten Jahrhunderten, sie erzählen Geschichten aus Marokko und überhaupt der arabischen Welt mit einer Inbrunst, bei der Du selber ganz gefesselt bis, obwohl ich die Sprache gar nicht verstehe :-), laufen an den Garküchen vorbei und gehen noch ein wenig in die Souks. 

Hier hat sich der Anblick auch verändert. Manche der Hauptgassen sind noch hell erleuchtet und der Rubel rollt, andere Gassen sind schon total dunkel. Wir lassen uns mal wieder aus dem touristischen Bereich heraus treiben, bis es immer dunkel und verlassener wird. Wir werden von verschiedenen Marokkanern angesprochen, daß wir wieder zurückgehen sollen, das wäre besser für uns. Hm, keine Ahnung, warum uns das gesagt wird, wir fühlen uns nicht gefährdet, aber da uns so langsam eh der Hunger plagt, gehen wir zurück. 

Auf dem Hauptplatz gehen wir in eine der unzähligen Garküchen – das ist ein Erlebnis! Lautstark wird um die Kundschaft gebuhlt, man fühlt sich wie bei den Marktschreiern von Hamburg. Das Essen ist sehr lecker, allerdings sind die Portionen auch miniklein. Auch hier ist die Rezension angekommen.

Wir gehen danach auf die Aussichtsterrasse des Café de France, wo man tolle Bilder von oben auf den Platz machen kann, geniessen dann ein paar kalte Getränke und gehen dann zu unserem Treffpunkt, wo wir uns mit unseren deutschen Nachbarn verabredet haben, um wieder heimzufahren.

Dort versuchen wir unseren Taxifahrer wieder zu erreichen, aber leider funktioniert die Handynummer auf der Visitenkarte nicht. So müssen wir erst durch ein paar zähe Verhandlungen, um zu unserem Preis ein Taxi zu bekommen, dass uns heimfährt 🙂

Dort angekommen, tratschen wir noch eine Weile um alle Eindrücke zu verarbeiten und fallen dann todmüde ins Bett. 

 

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21. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 17

Marokko

Tag 17 – 20.05.2017

Ait Ben Haddou – Marrakesch

180km

Heute morgen lassen wir es langsam angehen. Es soll die Strasse weiter rauf eine tolle Pizzeria geben, da wollen wir mittag essen. Sie ist auch nur 40 km entfernt, also sollten wir schnell dort sein.

Wir waschen noch ein bisschen Wäsche, füllen den Wassertank auf und räumen auf. So langsam fahren wir los. Zuerst noch durch ein breites Tal, dann wird es immer schmaler. Leider wird die Strasse auch immer schmaler und vor allem mit Schlaglöcher gepflastert. Wir fahren ja auch in den hohen Atlas. Es ist eine sehr spannende Landschaft, mit tiefen Tälern, steilen Bergwänden und kleinen Orten, die sich an der Bergwand festhalten. 

Anfangs kommen wir wegen der zahlreichen Photostops nicht richtig vorwärts, später wegen der Strasse. Irgendwann verlässt uns auch noch der Teer und es wird richtig steil. Naja, alles kein Problem für unser Goldstückchen, aber die Zeit rennt uns davon. Wenn man erst mal 5 km in einer halben Stunde schafft, dann sind 40 km echt weit 🙂

Aber was solls? In Afrika gehen die Uhren anders und aufregen bringt auch nichts. Die Landschaft ist wildromantisch, in den Ortschaften gibt es viel zu sehen, also zuckeln wir langsam durch die Gegend.

Irgendwann sind wir wieder auf der Hauptstrasse und hoffen ab da geht es schneller. Hm, weit gefehlt, es geht noch weiter nach oben und man kommt sich vor wie in Tibet – man wird von kräftig geschmückten LKWs den Berg rauf gejagt 🙂

Irgendwann sind wir dann auf dem Pass – immerhin 2200 Meter hoch und schon geht es wieder runter. Jetzt merken wir, daß irgendetwas mit unserer Navigation zur Pizzeria wohl nicht sitmmt, denn die liegt plötzlich weit hinter uns. Ok, dann halt keine Pizza, wir werden auch was anderes finden. Es geht ewig den Berg runter, die Strasse ist begrenzt besser als die bergauf, dementsprechend langsam kommen wir voran. Schliesslich kommen wir noch an einen LKW Unfall vorbei, der grade weggeräumt wird und wir kriegen dafür noch den letzten Stau ab.

Irgendwann halten wir an einem netten Strassencafe mitten im Nirgendwo und essen leckere Bratspiesse. Man muss dazu sagen, in Marokko liegen leckere Restaurants eher direkt an der Strasse als weiter weg. 

Als wir dann endlich aus dem hohen Altas runter sind, kommen wir dann auch relativ schnell in einer Bullenhitze in Marrakesch an. Da wir wahrscheinlich zwei Tage hier bleiben wollen, fahren wir zum nächsten Supermarkt am Strassenrand. Das ist ein Carrefour Hypermarche. Das ist die totale Sinnesüberflutung. Nach zwei Wochen mehr oder minder in kleinen Orten mit wenig Leuten in einen Supermarkt zu gehen, der gefühlt so gross ist wie ein Fussballfeld, ist schon heftig.

Tapfer kämpfen wir uns durch die Regalreihen und haben bald alles zusammen, so daß wir zu unserem Campingplatz fahren können. 

Dort springen alle trotz der vorgerückten Stunde noch schnell in den Pool, bevor wir den Abend mit einem kleinen Essen am Bus ausklingen lassen. 

 

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20. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 16

Marokko

Tag 16 – 19.05.2017

Ouarzazate – Ait Ben Haddou

50km

Heute morgen geht es weiter Richtung Norden. Zuerst wollen wir noch schnell Geld umtauschen und nachdem wir mittlerweile das System kennen, sollte es schnell gehen.

Kurz vor der Bank geparkt und rein. Der Schalter ist frei, also sollte es schnell gehen. Hm, die Dame hinter dem Schalter ist allerdings selbst für marokkanische Verhältnisse langsam 🙂

Ich komme aus der Bank heraus und finde meine bessere Hälfte bei unserem Auto umringt von vielen gestikulierenden Männern. Schnell laufe ich hin und erfahre, daß ein älterer Herr gegen unser Auto gefahren ist. Und er will sich entschuldigen und sofort gehen. Wir müssen ihm erstmal erklären, daß wir das anders sehen und erstmal die Schäden an unserem Auto anschauen müssen. Das sehen alle anderen wohl nicht so, so daß wir erstmal mit der Polizei drohen müssen, damit wir unser Auto anschauen können. Daraufhin wird uns erklärt, wir können die Polizei gar nicht rufen, da wir falsch geparkt haben – interessante Auffassung 🙂 (für alle die Marokko mal besuchen wollen, wenn der Bordstein rot weiß gestreift ist, dann bedeutet das Parkverbot, wenn er grün weiß ist, dann darf man parken 🙂

Es ist unserem Auto auf den ersten Blick nicht viel passiert und der Unfallgegner sagt, daß er irgendeine Erkrankung im Kopf hat und wedelt mit einem Röntgenbild vor unseren Augen herum. Hm, wir sagen uns, er sollte dann halt nicht mehr Autofahren, aber egal, noch schnell Photos gemacht und weiter gehts.

Gegen frühen Mittag erreichen wir unser Etappenziel Ait Ben Haddou. Das ist ein verlassenes Lehmdorf, welches mittlerweile unter dem Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO steht. Berühmt ist es als Filmkulisse geworden, hier wurden Filme wie Asterix  , Indiana Jones, Gladiator, Lawerence von Arabien und viele mehr gedreht. Es ist ein wirklich tolles Dörfchen, man kriegt das Gefühl, es könnte jeder Zeit Indiana Jones um die Ecke kommen 🙂

Leider ist es auch sehr touristisch und mittags auch sehr heiss, so daß wir unseren Rundgang etwas beschleunigen und wieder zum Auto zurückgehen. Dort essen wir schnell zu mittag und steuern den nächsten Campingplatz an. Dort gibt es ein kleines Schwimmbad, in dem wir den Nachmittag verbringen. 15 Grad sind toll bei über 40 Grad Aussentemperatur 🙂

Gegen abend essen wir in dem Restaurant vom Platz und erleben eine kleine Überraschung – es regnet für 5 Minuten 🙂 Davon lassen wir uns nicht abbringen und essen sehr lecker zu Abend. 

 

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19. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 15

Marokko

Tag 15 – 18.05.2017

Agdz – Ouarzazate

80km

Den Tag beginnen wir nach dem üblichen Aufrüsten des Fahrzeuges (Wasser desinfizieren, Tank auffüllen, Zeug verräumen) im örtlichen Souk zum Auffüllen unserer Vorräte.

Wir werden auch gleich von einem netten Herren angesprochen, der einen Bruder in Hamburg hat. Er fragt uns, wie uns das Land bis jetzt gefällt, wo wir bis jetzt überall waren und ob wir Zeit für einen Willkommenstee haben. Wir versprechen, daß wir später nochmal vorbeikommen und gehen erstmal auf den Souk einkaufen.

Dort werden wir an einem Gemüsestand von einem anderen netten Herren angesprochen, ob wir Deutsche sind. Nachdem wir ein bisschen reden, fragt er, ob ich ihm einen Gefallen tun kann – und ratet mal was? Ja, genau, ich soll einen Brief an einen Deutschen schreiben 🙂

Also schreibe ich in 24 Stunde zum zweiten Mal einen Brief auf Deutsch für jemanden in Deutschland 🙂

Er macht uns dazu noch leckeren Safran Tee und wir kommen ins Gerede. Er erzählt uns von seinen kranken kleinen Zwillingen und will noch wissen, was das für Medikamente sind, die er geschenkt bekommen hat. Gerne erklären wir ihm alles und geben ihm Ratschläge wie er die Medikamenten verwenden soll – dabei sehen wir allzu deutlich dass das marokkanische Gesundheitswesen auf dem Land eher auf dem Stand von vor 50 oder 60 Jahren bei uns ist. Irgendwie ist der Tee alle und wir verabschieden uns herzlich.

Dann gehts zurück zum Auto und in den nächsten Teppichladen rein, weil wir dort ja noch eine Verabredung zum Tee haben 🙂

Auch mit diesem Herrn entwickelt sich ein sehr interessantes Gespräch. Er hat schon mehrmals die Sahara mit Kamelen durchquert. Es kommt dann das Gespräch darauf, was wir beruflich machen und schon hören wir, daß er an Diabetes leidet und wohl vor einem Jahr einen Schlaganfall hatte. Das muss eine Berufskrankheit sein – aber schon haben wir einen erneuten Einblick in das Gesundheitswesen. Irgendwann ist dann auch dieser Tee leer und wir fahren mit ungefähr einem Liter Safran Tee im Bauch weiter 🙂

Gegen Mittag kommen wir in Ouarzazate an, unserem Etappenziel. Wir quatieren uns auf einem Campingplatz ein, um die heissen Mittagsstunden dort zu verbringen.

Gegen späten Nachmittag wenn es kühler wird, also als es nur noch 38 Grad warm war 🙂 fahren wir zu den Atlasstudios hinter der Stadt.

Das sind Filmstudios, die man besuchen kann. Hier wurden Filme wie Laurence von Arabien, Die Mumie oder auch James Bond – The Living Daylights gedreht, um nur ein paar zu nennen. Wir machen eine Führung mit, die sehr interessant ist, Du kannst von  Ägypten nach Marokko und weiter nach Judäa in 2 Minuten laufen 🙂 Mich hat vor allem fasziniert, daß alle Kulissen wirklich aus Pappe bestehen. 

Nach einer Stunde fahren wir wieder in die Stadt zurück und kommen an dem Filmmuseum der Stadt vorbei, da müssen wir natürlich auch wieder rein. Drinnen merken wir, dass es weniger ein Museum ist, als eine weitere Filmkulisse – hier steht zum Beispiel die einzige christliche Kirche in Marokko – natürlich auch eine Filmkulisse 🙂

Dann geht es endgültig zum Campingplatz, wo wir den Abend bei einem leckeren Essen ausklingen lassen.

 

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18. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 14

Marokko

Tag 14 – 17.05.2017

Zagora – Agdz

80km

Heute geht es weiter – leider schon Richtung Norden, den südlichsten Punkt unser Reise haben wir erreicht.

Morgens tratschen wir noch ein wenig mit unseren netten australischen Platznachbarn und diagnostizieren bei unserem anderen deutschen Nachbarn eine Blinddarm Reizung. Wir beraten ihn, was für Antibiotika er in der Apotheke sich besorgen soll und  mit was für Symptomen er auf jeden Fall ins Krankenhaus soll – also ein ganz normaler Morgen auf einem marokkanischen Campingplatz 🙂

Wir versorgen uns dann auch noch auf dem Wochenmarkt mit ein paar Sachen wie Obst und so und fahren dann weiter Richtung Nordwesten Richtung Ouarzazate. Es geht weiter durch das Draa Tal vorbei an tollen Palmengärten und trockenen Felsen. Man kann sich richtig vorstellen, wie erleichtert die Menschen der Karawanen sein mussten, wenn sie dieses Tal nach 52 Tagen in der Wüste erreicht haben.

Wir erreichen unseren Zielort Agdz gegen Mittag. Wie so verfahren wir uns erstmal auf dem Weg zum Campingplatz und halten an der Hauptstrasse, um uns zu orientieren. Kaum stehen wir, kommt schon der erste auf uns zugelaufen und erzählt uns auf Deutsch (!), daß er 30km neben Kempten lebt und gerade auf Heimaturlaub ist 🙂

Kurz darauf kommt der nächste zu uns und bittet mich auf etwas schlechtem Französisch, daß ich etwas für ihn schreiben soll. Ich soll in sein Geschäft kommen, dort wäre sein Sohn, der kann dolmetschen. Ich mache den Spaß mit, obwohl ich denke, daß ich als nächstes sofort einen Teppich, eine Lampe oder ein Kamel verkauft bekomme 🙂 

Aber weit gefehlt, der Sohn erklärt mir, sie haben einen Freund in der Schweiz, der leider kein Arabisch kann und deswegen sollte ich einen Brief auf Deutsch für die zwei schreiben. Natürlich habe ich das gerne gemacht, trotz meiner Sauklaue 🙂

Schon eine skurrile Situation, ich sitze in einem Hinterzimmer eines Teppichgeschäftes, der Sohn des Besitzers erklärt mir auf Englisch, was ich schreiben soll und ich schreibe einen deutschen Brief – solche Sachen passieren glaube ich nur in Marokko 🙂

Am Nachmittag auf unserem Campingplatz besichtigen wir noch eine Kasbah, die ebenfalls zu unserem Platz gehört. Eine Kasbah ist eine Lehmburg, die in früheren Zeiten eine Art Gerichtsbarkeit für die ganze Gegend war. Super interessant wieviel Grips hinter der Bauweise der alten Gebäuden steckt. 

Am späten Nachmittag kommen noch zwei französische Wohnmobile auf den Platz. Eins der Wohnmobile hat eine automatisch ausrichtende Satellitenschlüssel auf dem Dach. Beim ersten Parken stand das Fahrzeug wohl nicht so, daß man Empfang hatte. Nach dem zweiten Parken immer noch nicht. Genauso wenig nach dem dritten -naja, Ihr dürft raten, er kurvte fast ne Stunde auf dem Platz rum, um Empfang zu haben und am Schluss hatte er erst noch keinen 🙂

Den Abend verbringen wir auf unserem Platz nachdem die Temperatur auf angenehme 28 Grad gesunken ist 🙂

 

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17. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 13

Marokko

Tag 13 – 16.05.2017

Zagora

0km

Heute steht endlich unser Rasttag auf dem Programm. Natürlich haben wir an unserem Rasttag wieder einiges an Programm, sonst wäre es ja zu langweilig 🙂

Gestern hatten wir mit dem Chef des Platzes eine Kameltour ausgemacht, die heute morgen stattfinden soll. 

Ich bin ein bisschen skeptisch, ob die stattfindet und wenn, zur vereinbarten Zeit – meine Bedenken sind komplett unbegründet, um Punkt neun stehen zwei Kamele namens Aksir und Behidrir mit einem netten Führer am Eingang des Platzes.

Aufsteigen und los geht es! Wir reiten durch den Palmengarten, der den Campingplatz umschliesst. Uns gefällt es sehr, der Führer ist sehr nett, das Reiten auf den Kamelen macht viel Spass, uns wird es nicht schlecht 🙂 (für die Insider: Kamele laufen im Gegensatz zu Pferden mit beiden Beinen gleichzeitig auf einer Seite – deswegen schwanken sie deutlich mehr) und da wir so hoch sitzen können wir in die Gärten zwischen den Palmen gut hineinschauen und sehen was angepflanzt wird.

Nach einer Stunde und vielen Photos sind wir wieder zurück, bedanken uns nett und gehen etwas breitbeinig zu unserem Auto 🙂 

Der Chef vom Platz sagt uns wir müssen leider unseren Bus umparken, da er eine grosse Gruppe erwartet. Das nimmt für uns eine Stunde in Anspruch, danach sind wir schweissgebadet, da es mittlerweile hier Sommer wird, sprich wir um die 40 Grad im Schatten haben. 

Also noch kurz unter die Dusche und dann in den Schatten legen 🙂

Den Rest vom Tag verbringen wir mit Lesen, Dösen und mit dem Internet für das Hochladen von diesen Beiträgen zu kämpfen 🙂

Gegen späten Nachmittag kriegen wir zwei sehr nette neue Nachbarn – zwei Australier, die den australischen Winter in Europa einschliesslich Marokko verbringen. Wir tauschen uns über die Erfahrungen hier in Marokko und auf Reisen allgemein aus. Ich muss sagen, ich habe noch auf keiner meiner Reisen soviele interessante Menschen auf einem Fleck getroffen!

Abends beschliessen wir noch in die Stadt zu gehen, um was zu essen. Wir laufen durch den herrlichen Palmengarten auf verschlungenen Pfaden in die Stadt. Wir merken an den Reaktionen der Menschen, daß diese Wege normalerweise nicht von Touristen benutzt werden 🙂 

An der Hauptstrasse angekommen, wollen wir schnell ein paar Postkarten kaufen und gehen in den nächsten Laden. Dort stellen wir fest, daß die Postkarten schauderhaft sind, er aber nette Lampen hat 🙂 Also kurzfristig den Plan umgestellt, jetzt wollen wir ein paar andere Sachen shoppen gehen. 

Wie schon mal hier erwähnt, geht einkaufen etwas anders als in Deutschland. Du suchst die Sachen aus, die Du haben willst und dann geht es zur Preisermittlung und das geht so: wir setzen uns auf den Boden im Laden, kriegen sehr leckeren Minztee mit einer Menge Zucker serviert und der Händler nennt uns seinen Preis (meistens einen sehr hohen Phantasiepreis). Wir schlagen unsere Hände über dem Kopf zusammen. Danach nennen wir einen sehr niedrigen Preis und der Händler schlägt seine Hände über den Kopf zusammen, danach handelt man weiter bis man sich irgendwo in der Mitte trifft 🙂

Dieses Ritual kann schon mal eine Stunde gehen, macht aber irgendwie auch sehr viel Spaß, wenn man sich mit dem Händler gut versteht. Die Marokkaner haben eine sehr blumige Sprache, so daß immer wieder so nette Sprüche kommen wie: Du willst ein Kamel haben, zahlst aber für einen Esel 🙂

Auch ist es hier anders, der Verkäufer bleibt nett und weiter an uns interessiert, wenn das Geschäft abgeschlossen ist – ganz anders als zum Beispiel in Namibia oder auch in Italien.

Als wir aus dem Laden rauskommen, ist es mittlerweile dunkel und wir setzen uns hungrig in die nächste Strassenkneipe, um was zu essen. 

Mittlerweile geniessen wir es, unter Markokkanern zu sitzen, der ungewohnten Sprache zu zuhören und einheimisches Essen zu essen. Außerdem ist es auch mal nett, nicht kochen zu müssen 🙂

Nach dem leckerem Essen, bei dem übrigens auf einem Grossbild Fernseher ein Champignons League Spiel übertragen wird, gehen wir zu Fuss zu unserem Platz zurück.

Dort lassen wir den Rasttag ausklingen und fallen in unsere Betten.

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16. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 12

Marokko

Tag 12 – 15.05.2017

Alnif – Zagora

110km

Heute morgen haben wir ein bisschen ausgeschlafen und sind mehr oder minder von der Sonne geweckt worden. Es soll heute nicht so weit gehen, vielleicht stehen wir auch mal „wild“ – mal schauen.

Es geht weiter Richtung Westen mit der Grossrichtung Marakesch. Zuerst kommen wir nach Tarrazine – ein kleiner Ort mitten in der Steinwüste.

Wir füllen hier mal wieder unsere Vorräte an Wasser auf und fahren Richtung Süden über eine nicht geteerte Strasse Richtung Zagora im Draa Tal.

Wir stellen bald fest, daß die nicht-geteerte Strasse mittlerweile wohl geteert ist und kommen zügig voran. Das ist ein häufiges Phänomen hier in Marokko. Entweder man erwartet keinen Teer und es ist geteert oder umgekehrt 🙂 Irgendwie sind entweder die Karten oder die Strassen nicht auf dem aktuellen Stand 🙂

Nachdem wir einige kleine Orte im nirgendwo passierten, fahren wir jetzt Richtung Westen Richtung Zagora. 

Wir wollen mal wieder eine kleine Mittagspause machen. Allerdings wenn es geht ohne das Auto wie gestern zu versenken 🙂 Kaum haben wir eine schöne Stelle gefunden, fahren wir dann auch weiter – viel zu viel Wind, Sand in der Luft, so daß es richtig diesig ist und kein Schatten. Egal wir sind dann auch ein bald in Zagora.

Zagora ist ein ehemaliger wichtiger Ausgangspunkt für die Karawanen Richtung Süden. Es gibt ein berühmtes Schild hier, auf dem gesagt wird, daß es 52 Tage für eine Karawane nach Timbuktu dauert 🙂 

Wir fahren einmal die Hauptstrasse rauf und wieder runter, um uns zu orientieren und fahren dann auf einen schönen Campingplatz. So früh waren wir noch nie auf einem Platz 🙂

Wir vergammeln die Mittagshitze auf dem Platz, faulenzen und lesen. Gegen späten Nachmittag vereinbaren wir dann mit dem Chef vom Platz eine Kameltour für morgen. Nach einigem Gefeilsche werden wir uns dann einig. Ich bin sehr gespannt auf morgen, ob das alles so klappt – ihr werdet es erfahren 🙂

 

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15. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 11

Marokko

Tag 11 – 14.05.2017

Erg Chebbi – Alnif

120km

Heute stehen wir weit vor dem Morgengrauen auf, damit wir den Sonnenaufgang über den Dünen anschauen und photographieren wollen.
Gesagt, getan, Wecker auf 5 gestellt und raus aus den Federn. Wir stellen das Stativ auf und schauen dem ersten Licht entgegen, da sehen wir in den Dünen überall Dromedare mit Touristen auf dem Rücken, sicher 200 Tiere und Leute. Hm, da kann man nur Bilder mit dem Weitwinkel machen und später auf seine Photoshop Künste bauen. Während wir warten, merken wir wie der Wind immer stärker wird, bis er nach dem Sonnenaufgang mit dem Sand in der Luft unerträglich wird.

Eigentlich sollte heute unser Gammeltag werden, wo wir nicht weiter fahren, aber mit dem Wind, der mittlerweile unerbittlich aufs Auto prasselt, können wir nicht da bleiben.

Also, Pferde satteln und Richtung Merzouga fahren und schauen, ob es im Süden weniger stürmt. Nein, das tut es leider nicht, also fahren wir weiter, bis Risani, um unsere Vorräte aufzufüllen.

Risani ist eine relativ grosse Stadt hier in der Gegend, aber als wir hinein fahren, sieht es für uns wie ein Kriegsgebiet aus. Die Hauptstrasse besteht aus Erde mit Riesenschlaglöchern und tiefen Schächten, die manchmal mit Autoreifen gesichert sind, manchmal auch nicht. Die Häuser sind versandet und sehr ramponiert. Vom Anblick her ist das für mich die heruntergekommenste Stadt durch die wir bisher gefahren sind. Wir gehen ein bisschen einkaufen, finden alles was wir brauchen auf Anhieb. Die Leute sind allerdings sehr nett zu uns und versuchen uns ein bisschen arabisch beizubringen. Ganz anders als im Reiseführer beschrieben ist.

Nachdem wir uns durch den Verkehr durchgequält haben – der steht dem Verkehr in Meknes in keinster Weise nach, beschliessen wir, den nächsten grösseren Campingplatz auf unserer Route anzusteuern, um wenigstens den Nachmittag vergammeln zu können – ein schöner Plan, aber es kam anders 🙂

Gegen frühem Mittag wollen wir dann doch noch eine Pause machen, weil wir alle von dem frühen Aufstehen müde sind. Wir fahren neben die Strasse unter einen schönen Baum und geniessen den Schatten und ruhen uns aus. Nach einer Stunde wollen wir weiter, fahren los und schwups, drehen die Reifen durch und wir stecken im Sand fest. Unter dem eigentlich festen Untergrund war bodenloser Sand, was wir beim Reinfahren nicht bemerkt haben.

Hm, ok, das haben wir ja alles schon mal erlebt. Schaufel raus, Fussmatten unter die Reifen, schwups, einen Meter zurück und wieder im Sand steckenbleiben. Dieses Spiel spielen wir drei, vier Mal und schlussendlich stecken wir fast bis zur Ölwanne im Sand fest. So, jetzt ist es uns klar, daß wir ohne fremde Hilfe nicht mehr weg kommen. Ist aber ja kein Problem, die Strasse ist nur 50 Meter entfernt und es fahren ständig irgendwelche Allrad Fahrzeuge vorbei. Ich nehme eine Flasche Wasser und gehe nach vorne, um jemanden zur Hilfe zu überreden. Als erstes kommt ein LKW vorbei, der kann uns nicht helfen, dann einer der Überlandbusse – das sind meistens alte, klapprige 310er Mercedes, der hilft auch nicht. Dann kommt ein 5er BMW, dann ein 3er Golf und dann niemand mehr. Hm, es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das auf Anhieb geklappt hätte 🙂

Nach einer Stunde kommt dann ein neuer moderner Allrad Geländewagen angefahren, der auf mein Winken auch hält. Es sitzen zwei Marokkaner drinnen, die uns auch gleich helfen wollen. 

Zu viert basteln wir dann noch eine halbe Stunde rum mit viel Graben, Abschleppen und Schwitzen, dann steht unser Bus wieder auf der Teerstrasse. Wir danken unseren Rettern in der Not und fahren dann weiter Richtung unseres Nachtzieles. 

Hier zeigt sich wieder, daß die Marokkaner sehr freundliche Leute sind, die einem gerne helfen, auch ohne was Verkaufen zu wollen oder irgendeine andere Gegenleistung.

In unseren Köpfen reift die Idee, daß wir vielleicht doch mal ein grosses Wohnmobil mit Allrad haben wollen 🙂

Wir kommen dann gegen 18 Uhr an und stellen uns auf dem Platz, mal wieder als die einzigen Gäste. Soviel zum Thema, wir machen uns einen Gammeltag und ruhen uns mal aus 🙂

Zur Belohnung gehe ich mit unserer Kleinen im Swimming Pool schwimmen und wir lassen den Abend bei einem leckeren Essen ausklingen.

 

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14. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 10

Marokko

Tag 10 – 13.05.2017

Unteres Ziztal – Erg Chebbi

80km

Heute sind wir früh aufgestanden, um den kurzen Weg nach Erg Chebbi hinter uns zu bringen. Wir wollen heute nicht soviel in den Nachmittag rein fahren, deswegen geht es gleich los. 

Zuerst fahren wir durch den Rest des Oasentals Ziz, um dann bald nach Erfoud zu kommen. Das ist eine kleine Wüstenstadt am Tor zum Erg Chebbi – für die Filmkundigen unter Euch, hier wurden Teile von dem Film „Die Mumie“ gedreht.

Wir wollen zwei Tagen in der Wüste verbringen, deswegen halten wir am örtlichen Suk (der Markt des Ortes) an, um die Vorräte aufzustocken. 

Die Suks sind immer sehr ähnlich aufgebaut, eine Reihe Kleidung, eine Reihe Fleisch, eine Reihe Obst und so weiter. Bei dem Suk in Erfoud ist die Besonderheit, daß hier nur sehr selten Touristen hinkommen und hier eigentlich nur die Einheimischen einkaufen. Das ist immer ein spannendes Erlebnis, sehr laut, sehr eng und voller Eindrücke. Sei es dass es komplette Rinderhälften auf der Strasse hängen, die Tische voller verschiedenen Mägen von Kühen sind oder man zuschauen kann, wie ein Ziegenkopf zerteilt wird – egal wo man hinschaut, es gibt immer was spannendes zu sehen.

Am frühen Nachmittag kommen wir in Erg Chebbi an und suchen den Campingplatz, den wir uns ausgesucht haben. Er liegt direkt an den Dünen von Erg Chebbi. Aber erstmal gilt es 4 km einer Offroad Piste zu überstehen. Kaum sind wir angekommen, sehen wir, daß diese Auberge ihre besten Tage wohl hinter sich hat und nicht mehr zum Campen geeignet ist. Also weiter gehts…eigentlich kein Problem, da wir meistens durch die Steinwüste fahren und dank der Sandstürme der letzten Tage sehr fester Sand da ist, aber es gibt immer wieder kleine Senken, die mit feinem Wüstensand gefüllt sind und über die wir kaum drüber kommen.

Leider sind die beiden nächsten Auberges auch nicht für uns anfahrbar – ich muss dazu sagen, daß wir keinen Allrad haben, aber schliesslich finden wir die vierte, wo wir hinfahren können und auch stehen bleiben dürfen. 

Nach dem üblichen Willkommen-Minztee stellen wir unser Goldstückchen direkt an die Wüste und geniessen den Abend.
Im Moment sitze ich am Auto und schreibe mit Blick auf die Dünen von Erg Chebbi und höre kubanische Musik. Einfach toll 🙂

Gegen Abend werden dann zig Touristen auf Dromedare gepackt und in die Wüste geführt, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Ein Anblick, der uns nicht so liegt, da wir lieber dort sind, wo weniger Touristen sind.

In der frühen Nacht machen wir dann noch tolle Sternenphotos und geniessen den Aufgang des Fast-Vollmonds und fallen dann todmüde ins Bett.

 

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13. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 9

Marokko

Tag 9 – 12.05.2017

Midelt – unteres Ziztal

180km

Nachdem wir eine ruhige Nacht verbracht haben, irgendwann hat auch mal der Wind aufgehört, fahren wir weiter Richtung Süden – Richtung Erg Chebbi und den Sanddünen. 

Zu erst durchqueren wir die ersten Ausläufer des hohen Atlas und die Landschaft ändert sich mal wieder komplett. Mittlerweile sieht es aus wie in einem Western. Eine Steppenlandschaft, braun in braun, mit kleinen Tafelbergen dazwischen. Wenn hier irgendwo John Wayne um die Ecke reiten würde, wundern würde es mich nicht 🙂

Wir kommen vor lauter Photostops kaum vorwärts, aber es ist einfach alles zu toll zum anschauen.

Mittags wollen wir dann lieber mal essen gehen, als selber kochen. Also halten wir in einem kleinen Kaff im Nirgendwo am Strassenrand und fragen in einer kleinen Kneipe, ob es was zum Essen gibt. Der nette Besitzer schliesst uns gleich so ins Herz (oder sind es Verständigungsprobleme?), daß er mir gleich die Küche zeigt, was er auf dem Herd hat und ob das für uns in Ordnung wäre.

Was soll ich sagen, eine halbe Stunde später waren wir pappsatt und unsere erste Tajine hat sehr lecker geschmeckt. Wir werden überschwänglich verabschiedet und fahren wohlgenährt weiter.

Ein paar Kilometer später sehen wir am Strassenrand einen neuen Spielplatz und unser kleinster Mitreisender verlangt lautstark nach einer Schaukelpause. Kaum halten wir an, werden wir von ein paar Kindern umlagert, die von uns Bonbons und Kugelschreiber haben wollen. Nachdem wir ein, zwei Kugelschreiber verschenkt haben und uns der Schaukel widmen, kommen immer mehr Kinder an und wollen etwas haben. Da wir nicht allen etwas geben können und wollen und unser Kleinen es mittlerweile etwas unheimlich wird – wir sind von circa 10-15 Kinder umstellt, fahren wir dann doch früher weiter.

Weiter geht es durch den hohen Atlas – ein toller Ausblick jagt den nächsten, bis wir schliesslich in das Ziztal kommen. Zuerst schauen wir von oben in dieses Oasental runter, direkt neben der Strasse ist ein schöner Aussichtspunkt. Nach ein paar Photos lernen wir einen netten Marokkaner kennen, der schon dreimal in Deutschland Urlaub gemacht hat und deswegen ein klein bisschen Deutsch kann. Wir unterhalten uns sehr nett, er will natürlich uns auch ein paar Fossilien verkaufen und dann fahren wir auf unseren Campingplatz für die Nacht. 

Dort treffen wir unsere zweiten Deutschen in dieser Reise, tratschen ein wenig, holen uns ein paar Ratschläge für die nächsten Ziele in der Wüste und gehen dann nach dem Essen zeitig ins Bett. 

 

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12. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 8

Marokko

Tag 8 – 11.05.2017

Meknes – Midelt

160km

Heute morgen heisst es dann Abschied von Meknes nehmen, es geht weiter Richtung Süden. 

Zuerst verabschieden wir uns von unseren netten Campingplatz Nachbarn, die uns mit einige guten Tips versorgt haben und dann geht es nochmal in den Morgenverkehr nach Meknes, um die Vorräte aufzufüllen. Es heisst also wieder, keine Angst im Strassenverkehr zeigen, wer bremst, verliert 🙂

Danach geht es über Landstrasse über den mittleren Atlas. Wieder ein ganz andere Landschaft. War es bei Meknes noch einigermassen grün, wird es immer staubig und brauner. Nur auf den hohen Pässen wird es dann lustigerweise wieder grüner und wir fahren an grossen Schaf- und Ziegenherden vorbei. 

Wie schon eigentlich jeden Tag machen wir irgendwo im nirgendwo Mittagspause. Kaum stellen wir unseren Bus ab und fangen an rumzuräumen, hält hinter uns ein Bus. Es steigen gefühlt dreissig Engländer an und fangen an, die Landschaft zu photographieren. Die Landschaft wird dann wohl relativ schnell langweilig und deswegen beginnen sie vor der Mittagspause uns zu photographieren und zu filmen – wir werden noch zu Filmstars hier in Marokko 🙂

Es geht über den zweithöchsten Pass von Marokko (ca. 2300 m hoch) in die Ebene wieder runter, am Horizont sehen wir schon den hohen Atlas. Dort sind die Berggipfel noch mit Schnee bedeckt. 

In der Ebene steuern wir den nächsten Campingplatz an, diesmal ein eher grosser und geniessen einen windigen, aber ruhigen Abend mit Internet 🙂

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11. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 7

Marokko

Tag 7 – 10.05.2017

Meknes

0km

Heute steht die Erkundung von Meknes auf dem Programm. Wir erkundigen uns am Campingplatz, wie man mit dem Bus nach Meknes kommt und stellen uns mit ein paar Marokkaner an die Bushaltestelle.

Einer springt nach kurzer Zeit auf und hält ein Überwand Taxi an. Er steigt ein und winkt uns, daß wir auch mitkommen sollen. Wir überlegen kurz und fahren dann mit in die Medina von Meknes. Ein wirkliches Erlebnis – mit mehreren Marokkanern in einem uralten Mercedes aus dem 70ziger Jahren 🙂

In Meknes sind wir erstmal in ein Café, um Minztee zu trinken und den Tag zu planen. Danach stürzen wir uns in die Medina, um zu bummeln. Ein Stand nach dem anderen, in dem einen gibt es Obst, in dem nächsten Gewürze, dann wieder irgendwelchen Krimskrams. Es gibt unendlich viel zu schauen, zu hören und zu riechen. Wir probieren von den marokkanischen Süssigkeiten, wir kaufen „Berber-Whiskey“ – ein Tee von den Berbern und gehen shoppen.

Alleine das Einkaufen ist ein Erlebnis für einen Deutschen, das sprichwörtliche arabische Handeln ist an der Tagesordnung. Mir liegt das ja eher nicht, aber meine bessere Hälfte blüht da auf und so haben wir bald unsere erste marokkanische Lampe im Gepäck 🙂

Am späten Nachmittag fragen wir uns bis zur Bushaltestelle durch und fahren mit dem Bus zum Campingplatz. Auch wieder ein spannendes Erlebnis – als eine junge Marokkanerin einsteigt, nimmt sie selbstverständlich unsere Kleine auf den Schoss und bespielt sie bis wir am Campingplatz angekommen sind. Überhaupt passiert es einem ständig, daß jemand zu uns kommt und alles über unsere Kleine wissen will und sie drückt und bespasst. Ein insgesamt sehr kinderliebe Gesellschaft!

Den Abend lassen wir wieder am Campingplatz ausklingen und gehen früh ins Bett. 

 

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10. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 6

Marokko

Tag 6 – 09.05.2017

Chefchaouen – Meknes

200km

Nach einer entspannten und vor allem kühlen Nacht machen wir uns fertig und fahren Richtung Meknes. 

So langsam gewöhnen wir uns an den marokkanischen Strassenverkehr, Überwand Taxis, die an den unmöglichsten Stellen überholen, riesige, überladene LKWs, die mich an Bilder aus Indien erinnern, dazwischen Schlaglöcher und Eselskarren. Hm, und die Strassen hier im Norden sollen die guten von Marokko sein 🙂

Mittags halten wir wieder irgendwo auf einem Feld an einer Seitenstrasse an und geniessen ein leckeres Mittagessen und halten ein bisschen Siesta. Ständig fahren und laufen Marokkaner bei uns vorbei, grüssen uns freundlichen und winken. Kurz bevor wir weiter fahren wollen, kommt eine marokkanische Familie auf zwei Eseln reitend vorbei. Die Esel sind schwer mit Gras beladen, das ist wohl der Ertrag der Arbeit des ganzen Morgens auf dem heissen Feld. Sie grüssen sehr freundlich und wir zeigen uns gegenseitig unsere kleinen Kinder 🙂

Nachdem sie vorbei geritten sind, kommt man schon ins Grübeln über den verschiedenen Lebensstandard in unseren beiden Ländern…

Wir fahren weiter Richtung Meknes und wollen nur noch schnell für den Abend und die nächsten Tage einkaufen. Da der Campingplatz vor Meknes liegt, beschliessen wir nach Meknes zu fahren und dort in einem Supermarkt das nötigste einzukaufen.

Hier kriege ich das erste Mal ein Gefühl dafür, wie es ist in einer marokkanischen Stadt  Auto zu fahren. Alles was wir bis jetzt erlebt haben, ist ein Kindergarten dagegen. Ich finde mich nach fünf Minuten eingekeilt zwischen drei Bussen, die alle dorthin wollen, wo ich bin und laut hupen 🙂 Ich lerne relativ schnell, es herrscht des Recht des Stärkeren und vor allem dem Schnelleren in Marokko im Strassenverkehr 🙂 Nach 20 Minuten sind wir am Supermarkt und ich schweissgebadet…

Ein schneller Einkauf und dann ab auf den Supermarkt, wo den Abend entspannt bei einem leckeren Essen ausklingen lassen.

 

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09. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 5

Marokko

Tag 5 – 08.05.2017

Tanger Med – Chefchaouen

140km

So, da waren wir also in Marokko. Nach dem Abenteuer Zoll (siehe gestern) ging es Richtung Tetouan auf der östlichen Küstenstrasse. Was als erstes mich sehr verwundert hat, ist das Marokko an der Nordseite sehr bergig ist und es erstmal sehr steil bergauf geht. 

Hier kriegen wir einen ersten Einblick in den marokkanischen Strassenverkehr. Eine gut ausgebaute Strasse hat durchaus auch mal „kleine“ Schlaglöcher (man hat das Gefühl, dass das ganze Auto darin verschwinden könnte :-), aber ansonsten ist eigentlich alles wie bei uns.

Es fahren viele alte Mercedes-Benz herum und zwar als eine Art Überland Taxi. Es werden soviele wie möglich in das Auto gepackt, so daß man schon mal zu zweit auf dem Vordersitz sitzen darf.

Wir machen erstmal oberhalb eines kleinen Stausees Pause und trinken einen Kaffee. Kurz darauf hält ein Jeep neben uns und es purzeln ein paar Asiaten heraus. Schnell haben wir herausgefunden, daß sie aus China und wir aus Deutschland kommen. Und noch schneller wurden wir gefragt, ob es ok wäre wenn wir photographiert werden – hm, eigentlich war ich zum Photographieren gekommen, aber ok, warum auch nicht anders herum – was macht man nicht alles für die Völkerverständigung 🙂 

Bald darauf kommen wir in die erste von vielen Polizeikontrollen. Wir haben viel darüber gelesen und uns mit diversen Zetteln (Listen mit Fahrzeugdaten u.ä.) darauf vorbereitet.

Der Polizist will dann auch gar nichts von all diesen Sachen wissen, sondern spricht uns erstmal auf ungfähr sieben Sprachen an (Marokkaner scheinen in diesen Angelegenheiten Sprachtalente zu sein!) und gibt uns Tips, was wir in der Gegend unbedingt anschauen sollten. Und das war dann schon die erste Polizeikontrolle in Marokko 🙂

Uns fällt auf, dass die meisten Marokkaner ein echtes Interesse daran haben, uns kennenzulernen und wissen wollen, was wir anschauen. Ebenfalls sind sie alle sehr kinderlieb und wollen alles über unser Töchterlein erfahren. Der ist die Kinderliebe allerdings manchmal etwas viel, vor allem wenn sie von wildfremden gebusselt wird 🙂

Am frühen Mittag sind wir dann in Chefchaouen und checken auf dem Campingplatz ein. Auch das alles total entspannt – hier treffen wir sich ein paar, die mit uns auf der Fähre gefahren sind. Der Campingplatz ist oberhalb der Stadt gelegen und bietet eine wundervolle Sicht über die Stadt.

Nach der schlimmsten Mittagshitze gehen wir dann in die Stadt und werfen uns in das marokkanische Getümmel eines Wochenmarktes. Ich hab ja schon so meine Vorstellungen und Gedanken gehabt, aber das hat dann doch alles übertroffen. Ein unglaubliches Gewusel an Menschen, jeder versucht jeden mit noch lauterem Rufen zu überbieten, ein Unzahl an Gerüchen von Gewürzen, Obst und sonstigen Waren, die auf der Straße angeboten werden, ein Durcheinander an Ständen. Es ist wirklich beeindruckend! 

Zuerst laufen wir ein wenig und bewundern die „blaue Stadt“. So genannt weil wirklich so ziemlich jedes Haus in der Medina (die Innenstadt) blau angestrichen ist. So langsam kommen wir im Orient an, setzen uns in ein Strassencafe und bestellen unseren ersten marokkanischen Minztee – auch den hatte ich mir anders, in Realität schmeckt er um ein vielfaches besser 🙂

Danach versuchen wir uns so langsam mal am Einkaufen, da der Tag sich dem Ende zu neigt und wir noch was essen wollen. Insgesamt klappt das schon ganz gut, allerdings merken wir schnell, daß wir doch noch für marokkanische Verkäufer viel zu langsam sind 🙂

Dann haben wir alles und gehen die gefühlt 1000 Stufen zu unserem Campingplatz hoch und essen zu Abend. Noch schnell ein paar schöne Nachtaufnahmen von hoch über der Stadt machen und dann mit 1000 neuen Eindrücken ab ins Bett.

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08. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 2-4

Marokko

Tag 2-4 – 04.-07.05.2017

Como – Savona -Tanger Med 

2300km

Los geht es nach einem kurzem Frühstück in Como Richtung Savona – dort werden wir auf die Fähre einschiffen. Alles geht relativ schnell und glatt, so dass wir am frühen Mittag beschliessen, die Autobahn zu verlassen und über die Landstrassen zu fahren. 

Gegen Mittag kommen wir dann in ein kleines verschlafenes Nest namens Sale, wo wir dann die Mittagszeit an einem Spielplatz verbringen und auch noch den letzten originalen italienischen Kaffee in einer kleinen Strassenbar geniessen.P1270289-2

Dann geht es Richtung Savona, da wir drei Stunden von Abfahrt der Fähre da sein müssen. Alles geht gut inklusive einer schnellen, leckeren Pizza zum Mitnehmen, so dass wir schon gegen sieben in Savona am Hafen sind.

Dort kriegen wir dann den ersten Kontakt mit dem marokkanischen Reisestil. Lauter Autos, Kleinbusse und Kleinlaster stehen aufgereiht vor der Fähre, beladen bis unter die Hutkrempe. Sei es P1270304-2im Kofferraum, im Fahrgast Raum oder auf dem Dach, jeder Kubikzentimeter wird für irgendeinen Gegenstand genutzt! So Begriffe wie maximale Zuladung und ähnliches, an die wir Deutschen so denken, gibt es scheinbar nicht. Dafür quietschende Achsen, schleifende Autos und die Krönung des Ganzen, Autos, die mit dem Abschleppdienst ins Schiff gezogen werden!

Wir kommen jedenfalls ziemlich schnell und unkompliziert durch den italienischen Zoll und die Abfertigung, so daß wir unsere Kabine beziehen können und nach einem kleinen Ausflug über das Deck und den letzten direkten Blick auf das europäische Festland in Bett fallen.

Am nächsten Morgen gilt es das Schiff zu erkunden und jedlichen Komfort auszuprobieren. So verbringen wir den ersten Vormittag im Spielzimmer, das von vielen Kindern belagert wird und trotz wenig Spielsachen Spass bringt. Den Nachmittag verbringen wir auf Deck mit Lesen, Planen und P1270342-2Beobachten. Es ist schon sehr interessant in eine fremde Kultur zu blicken – ich glaube, wir sind die einzigen Deutschen an Bord und auch insgesamt sind sehr wenige Touristen an Bord. 

Es gibt zum Beispiel direkt neben dem Spielzimmer ein Gebetsraum für die fünf Gebete, die ein Moslem täglich zu absolvieren hat.

Abends legen wir in Barcelona an, wir geniessen wieder den Anblick vom Achterdeck und gehen früh schlafen. Die Nacht war eher schlecht, da ständig Leute vor unserer Kabine entlang laufen und Krach machen, zusätzlich werden ständig Durchsagen und Sicherheitsbelehrungen gemacht. 

P1270352-2Am nächsten Morgen wundern wir uns, dass wir beide das Gefühl hatten, daß das Schiff die halbe Nacht nicht gefahren ist. Das Gefühl bestätigt sich am Nachmittag, wo ein kurzer Blick auf das Gas bestätigt, daß wir irgendwie noch nicht so weit sind, wie wir sein müssten. Ein kurze Nachfrage an die Rezeption bestätigt, statt um 0:30 kommen wir um frühestens um 5:30 an. Naja, das ist insofern nicht schlimm, da wir eh nicht gewusst hätten, wo wir die erste Nacht in Tanger Med verbringen sollten. Also geniessen wir noch den Abend an Bord und gehen dann ins Bett. P1270370-2

Am nächsten Morgen geht es dann von Bord. Wir kommen tatsächlich um 6:30 an und dann geht das Gerangel um die Ausfahrt los. Wir sind heilfroh, dass wir ohne Beulen und sonstigen Schäden am Auto vom Schiff kommen. 

Marokkaner sehen das wohl nicht so. Sie hupen, schreien, fahren ineinander, eine wüste Rauferei.

Dann geht es durch ein, zwei Kontrollen und schon geht es zum grossen Schild „Exit“. Hm, das ist ja nicht so kompliziert wie wir vorher gehört haben, denken wir, bis wir um die nächste Ecke fahren und zum richtigen Zoll kommen. Dort heisst es für uns ordnungsverwöhnte Deutsche umdenken – der Zoll ist wie ein türkischer Basar. Jeder schreit und rennt umher, um die Gunst einer der zahlreichen Zollbeamten zu erheischen, damit er abgefertigt wird. Uns erschliesst sich dieses System erst auf den dritten Blick, so daß wir erstmal eine Stunde brav in der Schlange warten, weil wir denken, irgendwer wird sich schon um uns kümmern. Weit gefehlt, nach einer Stunde renne ich dann P1270384-2auch verschiednen Zollbeamten hinterher und nach einer knappen weiteren halben Stunde sind wir durch den Zoll 🙂

Das war dann unser erstes marokkanisches Abenteuer – es hat doch einige Nerven gekostet – vor allem weil es für uns auch nicht gleich erkennbar war, wer wirklich am Zoll arbeitet und wer Bettler, fliegender Verkäufer oder sonst etwas ist. Für uns unvorstellbar, hier scheinbar kein Problem. Übrigens, das Auto, welches in Savona noch in das Schiff geschleppt worden ist, wurde in Tanger Med auf einen Abschleppwagen verladen und so durch den Zoll gebracht 🙂

Egal, wir sind durch den Zoll und unterwegs Richtung Landesinnere.

07. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 1

Marokko
Tag 1 – 04.05.2017
Buchenberg – Como
330km

So, nach jeder Menge Vorbereitung geht es heute endlich los – das Abenteuer Marokko.
Nach der letzten Packorgie – „wie kriegen wir das alles eigentlich in den Bus?“ und „Hast Du eigentlich den Gashahn aufgedreht?“, nachdem wir alles auf den Gastank draufgestapelt haben, ging es los.
P1270266Als erste Etappe haben wir uns den Comer See ausgesucht, wir haben relativ viel Zeit, da unsere Fähre erst morgen Abend los geht.
Die Fahrt ging relativ problemlos von statten, wenn man von diesen kleinen Problemen mal absieht – wie ist die PIN der Kreditkarte? Wie die hat ne PIN? 🙂
In Como angekommen suchen wir uns erstmal einen Campingplatz, da wir über Nacht nochmal am Strom stehen wollten, da wir auf der Fähre den Kühlschrank anlassen wollen.
Also Google angeworfen, einen netten Campingplatz gesucht und nichts wie hin – durch den Feierabend Verkehr in einer italienischen Grosstadt ein kleiner Vorgeschmack auf marokkanisP1270269che Verkehrsverhältnisse? Dort angekommen ist alles verrammelt und verschlossen – super, der nächste Platz ist auf der anderen Seite der Stadt!
Naja mit etwas Verzögerung sind wir dann auf dem anderen Platz angekommen und geniessen den Abend bei einem Glas Wein und einer Dose Ravioli als einzigen Gäste auf diesem Platz 🙂 Wenn sich jemand fragt, warum Ravioli, hm ja auf der Pizzeria auf dem Platz gibt es leider keine Pizza 🙂
Ich hoffe, daß ich die nächsten Tage wieder weiter bloggen kann – keine Ahnung, ob die marokkanischen WLANs das zulassen. Auf jeden Fall gibt es alles, wenn wir wieder zurück sind!

04. Mai 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Marokko 2017 | Schlagwörter: , , , | Schreibe einen Kommentar

Der Bach

Heute auf dem Weg zum Christlesee in der Nähe von Oberstdorf…so schön!
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29. April 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

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