Marokko 2017 – Tag 14

Marokko

Tag 14 – 17.05.2017

Zagora – Agdz

80km

Heute geht es weiter – leider schon Richtung Norden, den südlichsten Punkt unser Reise haben wir erreicht.

Morgens tratschen wir noch ein wenig mit unseren netten australischen Platznachbarn und diagnostizieren bei unserem anderen deutschen Nachbarn eine Blinddarm Reizung. Wir beraten ihn, was für Antibiotika er in der Apotheke sich besorgen soll und  mit was für Symptomen er auf jeden Fall ins Krankenhaus soll – also ein ganz normaler Morgen auf einem marokkanischen Campingplatz 🙂

Wir versorgen uns dann auch noch auf dem Wochenmarkt mit ein paar Sachen wie Obst und so und fahren dann weiter Richtung Nordwesten Richtung Ouarzazate. Es geht weiter durch das Draa Tal vorbei an tollen Palmengärten und trockenen Felsen. Man kann sich richtig vorstellen, wie erleichtert die Menschen der Karawanen sein mussten, wenn sie dieses Tal nach 52 Tagen in der Wüste erreicht haben.

Wir erreichen unseren Zielort Agdz gegen Mittag. Wie so verfahren wir uns erstmal auf dem Weg zum Campingplatz und halten an der Hauptstrasse, um uns zu orientieren. Kaum stehen wir, kommt schon der erste auf uns zugelaufen und erzählt uns auf Deutsch (!), daß er 30km neben Kempten lebt und gerade auf Heimaturlaub ist 🙂

Kurz darauf kommt der nächste zu uns und bittet mich auf etwas schlechtem Französisch, daß ich etwas für ihn schreiben soll. Ich soll in sein Geschäft kommen, dort wäre sein Sohn, der kann dolmetschen. Ich mache den Spaß mit, obwohl ich denke, daß ich als nächstes sofort einen Teppich, eine Lampe oder ein Kamel verkauft bekomme 🙂 

Aber weit gefehlt, der Sohn erklärt mir, sie haben einen Freund in der Schweiz, der leider kein Arabisch kann und deswegen sollte ich einen Brief auf Deutsch für die zwei schreiben. Natürlich habe ich das gerne gemacht, trotz meiner Sauklaue 🙂

Schon eine skurrile Situation, ich sitze in einem Hinterzimmer eines Teppichgeschäftes, der Sohn des Besitzers erklärt mir auf Englisch, was ich schreiben soll und ich schreibe einen deutschen Brief – solche Sachen passieren glaube ich nur in Marokko 🙂

Am Nachmittag auf unserem Campingplatz besichtigen wir noch eine Kasbah, die ebenfalls zu unserem Platz gehört. Eine Kasbah ist eine Lehmburg, die in früheren Zeiten eine Art Gerichtsbarkeit für die ganze Gegend war. Super interessant wieviel Grips hinter der Bauweise der alten Gebäuden steckt. 

Am späten Nachmittag kommen noch zwei französische Wohnmobile auf den Platz. Eins der Wohnmobile hat eine automatisch ausrichtende Satellitenschlüssel auf dem Dach. Beim ersten Parken stand das Fahrzeug wohl nicht so, daß man Empfang hatte. Nach dem zweiten Parken immer noch nicht. Genauso wenig nach dem dritten -naja, Ihr dürft raten, er kurvte fast ne Stunde auf dem Platz rum, um Empfang zu haben und am Schluss hatte er erst noch keinen 🙂

Den Abend verbringen wir auf unserem Platz nachdem die Temperatur auf angenehme 28 Grad gesunken ist 🙂

 

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17. Mai 2017 von iljaosthoff
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