Marokko 2017 – Tag 20

Marokko

Tag 20 – 23.05.2017

Marrakech – Moulay Bousselham

400km

Heute geht es weiter Richtung Norden – Richtung Tanger. Leider geht unsere Zeit hier in Marokko zu Ende.

Ich weiß gar nicht, ob ich das geschrieben habe. Relativ am Anfang unser Reise haben wir von unser Fährgesellschaft eine SMS bekommen, das unsere Rückfahrt ersatzlos gestrichen wurde. Also haben wir keine Rückfahrt und müssen uns morgen ein neues Ticket organisieren. Außerdem können wir nicht bis nach Savona fahren, sondern müssen wohl oder übel komplett durch Spanien und Frankreich bis nach Hause fahren. Hm, das wird eine Plackerei.

Morgens packen wir das Auto wieder und füllen Wasser und ähnliches auf. Wir verabschieden uns, jetzt wahrscheinlich erstmal endgültig, von unseren netten deutschen Nachbarn und fahren Richtung Medina los.

Wir wollen vormittags noch kurz die Gerbereien besuchen, die sehr sehenswert sein sollen. Es gibt außerhalb der Stadtmauer einen grossen Parkplatz, wo wir unser Auto gut parken können. Als wir in die Medina reingehen, merken wir, daß wir wohl ein Stadttor zu weit im Süden reingegangen sind. Da müssen wir uns wohl oder übel Richtung Norden durchkämpfen. Das schaffen wir auch, merken aber, daß hier eher keine Touristen normalerweise unterwegs sind. Wir werden relativ schnell von einem netten Herren aufgegabelt, der uns den Weg in die Gerberei zeigen will.

Der Weg führt an einer Schule vorbei und scheinbar ist sie gerade aus. Wir merken die ganze Zeit schon eine etwas feindselige Stimmung uns gegenüber. Meine bessere Hälfte wird absichtlich von einem Halbstarken angeremmpelt, was seine Kumpels mit lauten Lachen quitiert wird. Ein kleiner Junge wirft ein Stein auf mich und als ich ihn dann auffordere, daß er das gefälligst sein lassen soll. Daraufhin beschimpft er uns lautstark auf Englisch. Das ist das erste Mal in Marokko, wo wir uns nicht wirklich wohl fühlen und eine feindselige Stimmung uns entgegen schlägt.

Endlich erreichen wir die Gerberei und die Kinder verschwinden. Wir einigen uns mit einem Herren von der Gerberei über den Preis für eine Führung und lassen uns durch die Anlage führen. Es ist wirklich spannend ein solch altes Handwerk mal in Realität zu sehen. Unser Guide erzählt uns, daß die Gerber nach demselben Traditionen seit 1000 Jahren arbeiten. Ein Erlebnis ist es auch, wenn man in Sandalen durch Haare, Fettreste und Chemikalien durchgeht 😉

Allerdings kann auch hier das Arbeiten nicht wirklich gesund sein. Die Arbeiter stehen bis zur Hüfte in Bottichen mit Chemikalien ohne wirkliche Schutzausrüstung, für uns Deutsche unvorstellbar.

Wir fahren dann gegen frühen Mittag weiter, auf die Autobahn Richtung Casablanca. Wir kommen sehr schnell voran und lassen Casablanca und Rabat schnell hinter uns. Am frühen Abend suchen wir uns einen netten Campingplatz direkt am Meer. Dort geniessen wir ein schnelles Abendessen und gehen früh schlafen.

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23. Mai 2017 von iljaosthoff
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