Marokko 2017 – Tag 21

Marokko

Tag 21 – 24.05.2017

Moulay Bousselham – La Linea

150km

Morgens räumen wir zum letzten Mal auf afrikanischen Boden für diese Reise unser Bussle auf und fahren nochmals in den Ort, um Vorräte zu kaufen.

Leider gibt es den auf dem Campingplatz vorsprochenen Markt nicht oder wir finden ihn nicht 🙂

Wir fahren dann weiter Richtung Tanger. Noch einmal voll getankt, um unsere Dirhams (die einheimischen Währung)  wegzukriegen und dann geht es zum Hafen. 

Dort wollen wir eine von den Schnellfähren kriegen, die in einer halben Stunde nach Europa fahren. Allerdings wir mir erstmal gesagt, daß heute wahrscheinlich keine mehr fährt, ich soll ich zwei Stunden wieder herkommen, dann wüsste man genaueres.

Ok, nach zwei Stunden wissen wir, daß heute von Tanger keine Fähren mehr abfahren, weil der Seegang zu hoch ist. Wir sollen nach Tanger Med fahren, dort würden die grossen Schiffe heute noch fahren.

Gesagt, getan, wir fahren nach Tanger Med auf der landschaftlich sehr schönen Küstenstrasse und kommen im Hafen am frühen Nachmittag an.

Dort geht es zum letzten Mal zu wie in den Souks in Marrakech. Jeder Fährgesellschaft hat einen „Marktschreier“ vor ihrem Häuschen, der einen zu dieser Gesellschaft ziehen will 🙂

Nach kurzer Zeit bin ich stolzer Besitzer der Tickets von einer Fähre, die in zwei Stunden fährt. Also noch locker Zeit, um aufs Schiff zu kommen.

Wir fahren Richtung Zoll und uns schwant sofort Übles – wir sind von der Herfahrt ja auch schon etwas misstrauisch geworden, was die Schnelligkeit des marokkanischen Zolls angeht 🙂

Eine lange Schlange vor der Einfahrt zum Zoll, eine vor der Polizei, einer vor dem Zoll und eine vor dem Fahrzeugscanner lassen aber auch nichts gutes erwarten. Wir warten und warten und die Stimmung sinkt immer weiter, da relativ bald klar wird, wir werden das Schiff nie erreichen. Auch eine nette Nachfrage beim Zoll meinerseits, daß unser Schiff bald fahren wird, wurde mit einem barschen „das ist nicht mein Problem“ beantwortet. Ok, bald sehen wir – immer noch in der Schlange stehend – wie unser Schiff ablegt und fährt. Naja, es wird eine Lösung geben 🙂

1,5 h nachdem unser Schiff abgelegt hat, nach ungefähr vier Stunden Zollabfertigung stehen wir an der Mole, wo unser Schiff ablegen soll. Hm, jetzt ist guter Rat teuer. Kein Offizieller ist da, die drei mitreisenden wissen auch nicht mehr. Irgendwann kommt dann ein Offizieller der Fährlinie und kontrolliert die Tickets. Auf meine Nachfrage, wann die nächste Fähre kommt, meint er in zehn Minuten. Tatsächlich ist nach einer halben Stunden eine Fähre da. Bis wir allerdings an Bord gehen dürfen ist es fast Mitternacht. Hm, eigentlich sollten wir auf die Fähre um 18:30…

Es gibt ein schönes Sprichwort: Europa hat die Uhr, Afrika hat Zeit 🙂

Egal, gegen Mitternacht legen wir ab und wir rollen uns in eine ruhige Ecke in der Fähre zusammen und schlafen sofort ein. 

Gegen zwei Uhr morgens kommen wir in Spanien an und fahren von Bord. Die Schlange an der spanischen Zollabfertigung ist ebenfalls verdächtig lang 🙂 Aber trotz aller Unkenrufe unsererseits sind wir schon um drei Uhr morgens durch den Zoll und fahren in den Nachbarort an den Yachthafen. Da soll es einen Stellplatz für Wohnmobile geben. Wir kommen um halb vier Uhr morgens dort an und nachdem ich den Parkplatzwächter mit verschiedenen Sprachen total verwirrt habe, begiessen noch unsere Ankunft in Europa mit einem halben Glas Wein, bevor wir todmüde ins Bett fallen.

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24. Mai 2017 von iljaosthoff
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