Marokko 2017 – Tips und Tricks

Disclaimer:

Wir waren die ganze Zeit mit unserem Bussle unterwegs und waren nur auf Campingplätzen und Stellplätzen. Wir waren weder in Hotels noch an der Westküste unterwegs, so daß diese Tips natürlich nur Leuten weiterhelfen, die ähnlich wie wir unterwegs sind 🙂

Photographieren:

In islamischen Länder ist das Photographieren von Personen aus religiösen Gründen nicht gerne gesehen bzw. verboten. So hart wird das nicht gesehen. Es ist uns ein paar Mal auf dieser Reise passiert, daß Personen sich sobald sie uns gesehen haben, weg gedreht haben und die Frauen ihr Gesicht mit einem Schleier verdeckt haben. So etwas sollten man natürlich respektieren! Ansonsten gilt wie überall in der Welt der gesunde Menschenverstand – man sollte vorher die Personen fragen und meistens darf man dann sie auch photographieren – vielleicht gegen eine kleine Entschädigung. Wenn nicht, dann halt nicht 🙂

Wovor wir nur warnen können, ist in den grösseren Städten Schausteller, Artisten oder Wasserträger einfach zu photographieren. Sie verlangen zum Teil horrende Preise für ein Photo (z.T. über 10 Euro) und werden richtig pampig, wenn man den Preis nicht bezahlt. Genauso können wir nur warnen, sie heimlich zu photographieren, da wird die Situation noch schlimmer. Grade in Marrakech kannst Du dieses unverständliche Verhalten bei vielen Touristen leider sehen.

Camping:

Camping ist absolut problemlos in Marokko möglich. Es gibt in den grösseren Städten überall Stellplätze oder Campingplätze. Aber auch auf dem Land findet man meistens ein Platz. Und wenn nicht, Wildcampen ist in Marokko erlaubt 🙂

Auf den Campingplätzen sucht man meistens vergeblich nach europäischen Standards, aber die meisten haben irgendein Klo und meistens auch ein Dusche, allerdings nicht immer rund um die Uhr mit Wasser versorgt und schon gar nicht mit warmen 🙂

Wir waren auch auf Plätzen, die hatten ein kleines Schwimmbad dabei oder ein Restaurant. Ihr solltet wenn Ihr wie wir Anfang des Sommers oder im Sommer unterwegs seid, darauf achten, ob Ihr irgendwo auf dem Platz im Schatten stehen könnt. Die Sonne brezelt erbarmungslos auf die Plätze runter.

Campingführer gibt es über Marokko genug. Wir können eigentlich die Tips der normalen Reiseführer empfehlen, das reicht meistens.

Ernährung/Hygiene/Wasser:

Hier gilt wie überall in diesen Ländern: cook it, boil it or Forget it! 🙂 Koche es, gar es oder vergiss es 🙂 Die Marokkaner haben definitiv einen robusteren Magendarm Trakt als wir Westeuropäer. Deswegen vertragen wir auch nicht alles, was dort angeboten wird. Wir haben konsequenterweise alle rohen Sachen und Salat vermieden (ja, irgendwann kriegt man einen echten Hunger auf Salat 🙂 und den Rest etwas länger gekocht als wir das hier in Europa machen würden. Dafür hatten wir auch keinerlei Probleme mit dem „Marrakech – Express“ 🙂

Wasser haben wir entweder zum Trinken in Supermärkten gekauft oder wenn wir unseren Frischwasser Tank aufgefüllt haben, extra desinifiziert. Wir haben dafür einen UV Stick besorgt, der das Wasser mit UV Licht desinifiziert. Das funktioniert super, nur leider immer nur einen Liter aufs Mal. Da kann man bei einem 40l Tank schon länger sitzen 🙂

Sicherheit:

Es gab den ganzen Urlaub ein zwei Situationen, in denen wir uns nicht wohl gefühlt haben bzw. die Situation etwas brenzlig war. Ansonsten gab es keinerlei Probleme und wir fühlten uns pudelwohl.  Man sollte die üblichen Sicherheitsmassnahmen anwenden und dann kann man sich sicher durch das Land bewegen. Man sollte sich auch an das Land anpassen, von der Kleidung her, aber auch von dem Verhalten und die Dinge so akzeptieren wie sie sind. Schliesslich ist man der Gast in diesem Land!

Die Marokkaner sind sehr hilfsbereit und helfen wo sie können. Dafür muss man auch in Kauf nehmen, daß man an jeder Ecke übers Ohr gehauen wird. Dies ist halt so und es ist nie bös gemeint! Wenn man jemanden beim Schummeln „überführt“, wird meistens nett gelächelt und das wars dann auch.

In grossen Städten wie Marrakech oder Meknes ist das etwas anders. Da wird der Tourist schon berufsmässig ausgenommen und man sollte durch aus auch auf seinen Rucksack oder ähnliche Sachen gut aufpassen.

Handy/Internet:

Es gibt fast überall im Land guten Handyempfang. Bei der Maroc Telekom gibt es verschiedene Handykarten auch mit mobilem Internet. Wir selber hatten das nicht, haben aber einige getroffen, die das benutzt haben und voll zufrieden waren. Die Preise sind moderat, eine Woche Internet 2 Euro.

Sprache:

Es wird in Marokko Arabisch und Französisch gesprochen. Es gibt aber auch genügend Marokkaner die Englisch oder sogar deutsch sprechen. Im Norden des Landes wird auch viel Spanisch gesprochen, so dass man eigentlich mit jeder Sprache weiter kommt 🙂 Zudem sind die Marokkaner sehr kommunikativ, so dass man auch mit Händen und Füssen viel reden kann 🙂

16. Juni 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Marokko 2017 | Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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