Marokko 2017 – Tag 14

Marokko

Tag 14 – 17.05.2017

Zagora – Agdz

80km

Heute geht es weiter – leider schon Richtung Norden, den südlichsten Punkt unser Reise haben wir erreicht.

Morgens tratschen wir noch ein wenig mit unseren netten australischen Platznachbarn und diagnostizieren bei unserem anderen deutschen Nachbarn eine Blinddarm Reizung. Wir beraten ihn, was für Antibiotika er in der Apotheke sich besorgen soll und  mit was für Symptomen er auf jeden Fall ins Krankenhaus soll – also ein ganz normaler Morgen auf einem marokkanischen Campingplatz 🙂

Wir versorgen uns dann auch noch auf dem Wochenmarkt mit ein paar Sachen wie Obst und so und fahren dann weiter Richtung Nordwesten Richtung Ouarzazate. Es geht weiter durch das Draa Tal vorbei an tollen Palmengärten und trockenen Felsen. Man kann sich richtig vorstellen, wie erleichtert die Menschen der Karawanen sein mussten, wenn sie dieses Tal nach 52 Tagen in der Wüste erreicht haben.

Wir erreichen unseren Zielort Agdz gegen Mittag. Wie so verfahren wir uns erstmal auf dem Weg zum Campingplatz und halten an der Hauptstrasse, um uns zu orientieren. Kaum stehen wir, kommt schon der erste auf uns zugelaufen und erzählt uns auf Deutsch (!), daß er 30km neben Kempten lebt und gerade auf Heimaturlaub ist 🙂

Kurz darauf kommt der nächste zu uns und bittet mich auf etwas schlechtem Französisch, daß ich etwas für ihn schreiben soll. Ich soll in sein Geschäft kommen, dort wäre sein Sohn, der kann dolmetschen. Ich mache den Spaß mit, obwohl ich denke, daß ich als nächstes sofort einen Teppich, eine Lampe oder ein Kamel verkauft bekomme 🙂 

Aber weit gefehlt, der Sohn erklärt mir, sie haben einen Freund in der Schweiz, der leider kein Arabisch kann und deswegen sollte ich einen Brief auf Deutsch für die zwei schreiben. Natürlich habe ich das gerne gemacht, trotz meiner Sauklaue 🙂

Schon eine skurrile Situation, ich sitze in einem Hinterzimmer eines Teppichgeschäftes, der Sohn des Besitzers erklärt mir auf Englisch, was ich schreiben soll und ich schreibe einen deutschen Brief – solche Sachen passieren glaube ich nur in Marokko 🙂

Am Nachmittag auf unserem Campingplatz besichtigen wir noch eine Kasbah, die ebenfalls zu unserem Platz gehört. Eine Kasbah ist eine Lehmburg, die in früheren Zeiten eine Art Gerichtsbarkeit für die ganze Gegend war. Super interessant wieviel Grips hinter der Bauweise der alten Gebäuden steckt. 

Am späten Nachmittag kommen noch zwei französische Wohnmobile auf den Platz. Eins der Wohnmobile hat eine automatisch ausrichtende Satellitenschlüssel auf dem Dach. Beim ersten Parken stand das Fahrzeug wohl nicht so, daß man Empfang hatte. Nach dem zweiten Parken immer noch nicht. Genauso wenig nach dem dritten -naja, Ihr dürft raten, er kurvte fast ne Stunde auf dem Platz rum, um Empfang zu haben und am Schluss hatte er erst noch keinen 🙂

Den Abend verbringen wir auf unserem Platz nachdem die Temperatur auf angenehme 28 Grad gesunken ist 🙂

 

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17. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 13

Marokko

Tag 13 – 16.05.2017

Zagora

0km

Heute steht endlich unser Rasttag auf dem Programm. Natürlich haben wir an unserem Rasttag wieder einiges an Programm, sonst wäre es ja zu langweilig 🙂

Gestern hatten wir mit dem Chef des Platzes eine Kameltour ausgemacht, die heute morgen stattfinden soll. 

Ich bin ein bisschen skeptisch, ob die stattfindet und wenn, zur vereinbarten Zeit – meine Bedenken sind komplett unbegründet, um Punkt neun stehen zwei Kamele namens Aksir und Behidrir mit einem netten Führer am Eingang des Platzes.

Aufsteigen und los geht es! Wir reiten durch den Palmengarten, der den Campingplatz umschliesst. Uns gefällt es sehr, der Führer ist sehr nett, das Reiten auf den Kamelen macht viel Spass, uns wird es nicht schlecht 🙂 (für die Insider: Kamele laufen im Gegensatz zu Pferden mit beiden Beinen gleichzeitig auf einer Seite – deswegen schwanken sie deutlich mehr) und da wir so hoch sitzen können wir in die Gärten zwischen den Palmen gut hineinschauen und sehen was angepflanzt wird.

Nach einer Stunde und vielen Photos sind wir wieder zurück, bedanken uns nett und gehen etwas breitbeinig zu unserem Auto 🙂 

Der Chef vom Platz sagt uns wir müssen leider unseren Bus umparken, da er eine grosse Gruppe erwartet. Das nimmt für uns eine Stunde in Anspruch, danach sind wir schweissgebadet, da es mittlerweile hier Sommer wird, sprich wir um die 40 Grad im Schatten haben. 

Also noch kurz unter die Dusche und dann in den Schatten legen 🙂

Den Rest vom Tag verbringen wir mit Lesen, Dösen und mit dem Internet für das Hochladen von diesen Beiträgen zu kämpfen 🙂

Gegen späten Nachmittag kriegen wir zwei sehr nette neue Nachbarn – zwei Australier, die den australischen Winter in Europa einschliesslich Marokko verbringen. Wir tauschen uns über die Erfahrungen hier in Marokko und auf Reisen allgemein aus. Ich muss sagen, ich habe noch auf keiner meiner Reisen soviele interessante Menschen auf einem Fleck getroffen!

Abends beschliessen wir noch in die Stadt zu gehen, um was zu essen. Wir laufen durch den herrlichen Palmengarten auf verschlungenen Pfaden in die Stadt. Wir merken an den Reaktionen der Menschen, daß diese Wege normalerweise nicht von Touristen benutzt werden 🙂 

An der Hauptstrasse angekommen, wollen wir schnell ein paar Postkarten kaufen und gehen in den nächsten Laden. Dort stellen wir fest, daß die Postkarten schauderhaft sind, er aber nette Lampen hat 🙂 Also kurzfristig den Plan umgestellt, jetzt wollen wir ein paar andere Sachen shoppen gehen. 

Wie schon mal hier erwähnt, geht einkaufen etwas anders als in Deutschland. Du suchst die Sachen aus, die Du haben willst und dann geht es zur Preisermittlung und das geht so: wir setzen uns auf den Boden im Laden, kriegen sehr leckeren Minztee mit einer Menge Zucker serviert und der Händler nennt uns seinen Preis (meistens einen sehr hohen Phantasiepreis). Wir schlagen unsere Hände über dem Kopf zusammen. Danach nennen wir einen sehr niedrigen Preis und der Händler schlägt seine Hände über den Kopf zusammen, danach handelt man weiter bis man sich irgendwo in der Mitte trifft 🙂

Dieses Ritual kann schon mal eine Stunde gehen, macht aber irgendwie auch sehr viel Spaß, wenn man sich mit dem Händler gut versteht. Die Marokkaner haben eine sehr blumige Sprache, so daß immer wieder so nette Sprüche kommen wie: Du willst ein Kamel haben, zahlst aber für einen Esel 🙂

Auch ist es hier anders, der Verkäufer bleibt nett und weiter an uns interessiert, wenn das Geschäft abgeschlossen ist – ganz anders als zum Beispiel in Namibia oder auch in Italien.

Als wir aus dem Laden rauskommen, ist es mittlerweile dunkel und wir setzen uns hungrig in die nächste Strassenkneipe, um was zu essen. 

Mittlerweile geniessen wir es, unter Markokkanern zu sitzen, der ungewohnten Sprache zu zuhören und einheimisches Essen zu essen. Außerdem ist es auch mal nett, nicht kochen zu müssen 🙂

Nach dem leckerem Essen, bei dem übrigens auf einem Grossbild Fernseher ein Champignons League Spiel übertragen wird, gehen wir zu Fuss zu unserem Platz zurück.

Dort lassen wir den Rasttag ausklingen und fallen in unsere Betten.

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16. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 12

Marokko

Tag 12 – 15.05.2017

Alnif – Zagora

110km

Heute morgen haben wir ein bisschen ausgeschlafen und sind mehr oder minder von der Sonne geweckt worden. Es soll heute nicht so weit gehen, vielleicht stehen wir auch mal „wild“ – mal schauen.

Es geht weiter Richtung Westen mit der Grossrichtung Marakesch. Zuerst kommen wir nach Tarrazine – ein kleiner Ort mitten in der Steinwüste.

Wir füllen hier mal wieder unsere Vorräte an Wasser auf und fahren Richtung Süden über eine nicht geteerte Strasse Richtung Zagora im Draa Tal.

Wir stellen bald fest, daß die nicht-geteerte Strasse mittlerweile wohl geteert ist und kommen zügig voran. Das ist ein häufiges Phänomen hier in Marokko. Entweder man erwartet keinen Teer und es ist geteert oder umgekehrt 🙂 Irgendwie sind entweder die Karten oder die Strassen nicht auf dem aktuellen Stand 🙂

Nachdem wir einige kleine Orte im nirgendwo passierten, fahren wir jetzt Richtung Westen Richtung Zagora. 

Wir wollen mal wieder eine kleine Mittagspause machen. Allerdings wenn es geht ohne das Auto wie gestern zu versenken 🙂 Kaum haben wir eine schöne Stelle gefunden, fahren wir dann auch weiter – viel zu viel Wind, Sand in der Luft, so daß es richtig diesig ist und kein Schatten. Egal wir sind dann auch ein bald in Zagora.

Zagora ist ein ehemaliger wichtiger Ausgangspunkt für die Karawanen Richtung Süden. Es gibt ein berühmtes Schild hier, auf dem gesagt wird, daß es 52 Tage für eine Karawane nach Timbuktu dauert 🙂 

Wir fahren einmal die Hauptstrasse rauf und wieder runter, um uns zu orientieren und fahren dann auf einen schönen Campingplatz. So früh waren wir noch nie auf einem Platz 🙂

Wir vergammeln die Mittagshitze auf dem Platz, faulenzen und lesen. Gegen späten Nachmittag vereinbaren wir dann mit dem Chef vom Platz eine Kameltour für morgen. Nach einigem Gefeilsche werden wir uns dann einig. Ich bin sehr gespannt auf morgen, ob das alles so klappt – ihr werdet es erfahren 🙂

 

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15. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 11

Marokko

Tag 11 – 14.05.2017

Erg Chebbi – Alnif

120km

Heute stehen wir weit vor dem Morgengrauen auf, damit wir den Sonnenaufgang über den Dünen anschauen und photographieren wollen.
Gesagt, getan, Wecker auf 5 gestellt und raus aus den Federn. Wir stellen das Stativ auf und schauen dem ersten Licht entgegen, da sehen wir in den Dünen überall Dromedare mit Touristen auf dem Rücken, sicher 200 Tiere und Leute. Hm, da kann man nur Bilder mit dem Weitwinkel machen und später auf seine Photoshop Künste bauen. Während wir warten, merken wir wie der Wind immer stärker wird, bis er nach dem Sonnenaufgang mit dem Sand in der Luft unerträglich wird.

Eigentlich sollte heute unser Gammeltag werden, wo wir nicht weiter fahren, aber mit dem Wind, der mittlerweile unerbittlich aufs Auto prasselt, können wir nicht da bleiben.

Also, Pferde satteln und Richtung Merzouga fahren und schauen, ob es im Süden weniger stürmt. Nein, das tut es leider nicht, also fahren wir weiter, bis Risani, um unsere Vorräte aufzufüllen.

Risani ist eine relativ grosse Stadt hier in der Gegend, aber als wir hinein fahren, sieht es für uns wie ein Kriegsgebiet aus. Die Hauptstrasse besteht aus Erde mit Riesenschlaglöchern und tiefen Schächten, die manchmal mit Autoreifen gesichert sind, manchmal auch nicht. Die Häuser sind versandet und sehr ramponiert. Vom Anblick her ist das für mich die heruntergekommenste Stadt durch die wir bisher gefahren sind. Wir gehen ein bisschen einkaufen, finden alles was wir brauchen auf Anhieb. Die Leute sind allerdings sehr nett zu uns und versuchen uns ein bisschen arabisch beizubringen. Ganz anders als im Reiseführer beschrieben ist.

Nachdem wir uns durch den Verkehr durchgequält haben – der steht dem Verkehr in Meknes in keinster Weise nach, beschliessen wir, den nächsten grösseren Campingplatz auf unserer Route anzusteuern, um wenigstens den Nachmittag vergammeln zu können – ein schöner Plan, aber es kam anders 🙂

Gegen frühem Mittag wollen wir dann doch noch eine Pause machen, weil wir alle von dem frühen Aufstehen müde sind. Wir fahren neben die Strasse unter einen schönen Baum und geniessen den Schatten und ruhen uns aus. Nach einer Stunde wollen wir weiter, fahren los und schwups, drehen die Reifen durch und wir stecken im Sand fest. Unter dem eigentlich festen Untergrund war bodenloser Sand, was wir beim Reinfahren nicht bemerkt haben.

Hm, ok, das haben wir ja alles schon mal erlebt. Schaufel raus, Fussmatten unter die Reifen, schwups, einen Meter zurück und wieder im Sand steckenbleiben. Dieses Spiel spielen wir drei, vier Mal und schlussendlich stecken wir fast bis zur Ölwanne im Sand fest. So, jetzt ist es uns klar, daß wir ohne fremde Hilfe nicht mehr weg kommen. Ist aber ja kein Problem, die Strasse ist nur 50 Meter entfernt und es fahren ständig irgendwelche Allrad Fahrzeuge vorbei. Ich nehme eine Flasche Wasser und gehe nach vorne, um jemanden zur Hilfe zu überreden. Als erstes kommt ein LKW vorbei, der kann uns nicht helfen, dann einer der Überlandbusse – das sind meistens alte, klapprige 310er Mercedes, der hilft auch nicht. Dann kommt ein 5er BMW, dann ein 3er Golf und dann niemand mehr. Hm, es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das auf Anhieb geklappt hätte 🙂

Nach einer Stunde kommt dann ein neuer moderner Allrad Geländewagen angefahren, der auf mein Winken auch hält. Es sitzen zwei Marokkaner drinnen, die uns auch gleich helfen wollen. 

Zu viert basteln wir dann noch eine halbe Stunde rum mit viel Graben, Abschleppen und Schwitzen, dann steht unser Bus wieder auf der Teerstrasse. Wir danken unseren Rettern in der Not und fahren dann weiter Richtung unseres Nachtzieles. 

Hier zeigt sich wieder, daß die Marokkaner sehr freundliche Leute sind, die einem gerne helfen, auch ohne was Verkaufen zu wollen oder irgendeine andere Gegenleistung.

In unseren Köpfen reift die Idee, daß wir vielleicht doch mal ein grosses Wohnmobil mit Allrad haben wollen 🙂

Wir kommen dann gegen 18 Uhr an und stellen uns auf dem Platz, mal wieder als die einzigen Gäste. Soviel zum Thema, wir machen uns einen Gammeltag und ruhen uns mal aus 🙂

Zur Belohnung gehe ich mit unserer Kleinen im Swimming Pool schwimmen und wir lassen den Abend bei einem leckeren Essen ausklingen.

 

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14. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 10

Marokko

Tag 10 – 13.05.2017

Unteres Ziztal – Erg Chebbi

80km

Heute sind wir früh aufgestanden, um den kurzen Weg nach Erg Chebbi hinter uns zu bringen. Wir wollen heute nicht soviel in den Nachmittag rein fahren, deswegen geht es gleich los. 

Zuerst fahren wir durch den Rest des Oasentals Ziz, um dann bald nach Erfoud zu kommen. Das ist eine kleine Wüstenstadt am Tor zum Erg Chebbi – für die Filmkundigen unter Euch, hier wurden Teile von dem Film „Die Mumie“ gedreht.

Wir wollen zwei Tagen in der Wüste verbringen, deswegen halten wir am örtlichen Suk (der Markt des Ortes) an, um die Vorräte aufzustocken. 

Die Suks sind immer sehr ähnlich aufgebaut, eine Reihe Kleidung, eine Reihe Fleisch, eine Reihe Obst und so weiter. Bei dem Suk in Erfoud ist die Besonderheit, daß hier nur sehr selten Touristen hinkommen und hier eigentlich nur die Einheimischen einkaufen. Das ist immer ein spannendes Erlebnis, sehr laut, sehr eng und voller Eindrücke. Sei es dass es komplette Rinderhälften auf der Strasse hängen, die Tische voller verschiedenen Mägen von Kühen sind oder man zuschauen kann, wie ein Ziegenkopf zerteilt wird – egal wo man hinschaut, es gibt immer was spannendes zu sehen.

Am frühen Nachmittag kommen wir in Erg Chebbi an und suchen den Campingplatz, den wir uns ausgesucht haben. Er liegt direkt an den Dünen von Erg Chebbi. Aber erstmal gilt es 4 km einer Offroad Piste zu überstehen. Kaum sind wir angekommen, sehen wir, daß diese Auberge ihre besten Tage wohl hinter sich hat und nicht mehr zum Campen geeignet ist. Also weiter gehts…eigentlich kein Problem, da wir meistens durch die Steinwüste fahren und dank der Sandstürme der letzten Tage sehr fester Sand da ist, aber es gibt immer wieder kleine Senken, die mit feinem Wüstensand gefüllt sind und über die wir kaum drüber kommen.

Leider sind die beiden nächsten Auberges auch nicht für uns anfahrbar – ich muss dazu sagen, daß wir keinen Allrad haben, aber schliesslich finden wir die vierte, wo wir hinfahren können und auch stehen bleiben dürfen. 

Nach dem üblichen Willkommen-Minztee stellen wir unser Goldstückchen direkt an die Wüste und geniessen den Abend.
Im Moment sitze ich am Auto und schreibe mit Blick auf die Dünen von Erg Chebbi und höre kubanische Musik. Einfach toll 🙂

Gegen Abend werden dann zig Touristen auf Dromedare gepackt und in die Wüste geführt, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Ein Anblick, der uns nicht so liegt, da wir lieber dort sind, wo weniger Touristen sind.

In der frühen Nacht machen wir dann noch tolle Sternenphotos und geniessen den Aufgang des Fast-Vollmonds und fallen dann todmüde ins Bett.

 

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13. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 9

Marokko

Tag 9 – 12.05.2017

Midelt – unteres Ziztal

180km

Nachdem wir eine ruhige Nacht verbracht haben, irgendwann hat auch mal der Wind aufgehört, fahren wir weiter Richtung Süden – Richtung Erg Chebbi und den Sanddünen. 

Zu erst durchqueren wir die ersten Ausläufer des hohen Atlas und die Landschaft ändert sich mal wieder komplett. Mittlerweile sieht es aus wie in einem Western. Eine Steppenlandschaft, braun in braun, mit kleinen Tafelbergen dazwischen. Wenn hier irgendwo John Wayne um die Ecke reiten würde, wundern würde es mich nicht 🙂

Wir kommen vor lauter Photostops kaum vorwärts, aber es ist einfach alles zu toll zum anschauen.

Mittags wollen wir dann lieber mal essen gehen, als selber kochen. Also halten wir in einem kleinen Kaff im Nirgendwo am Strassenrand und fragen in einer kleinen Kneipe, ob es was zum Essen gibt. Der nette Besitzer schliesst uns gleich so ins Herz (oder sind es Verständigungsprobleme?), daß er mir gleich die Küche zeigt, was er auf dem Herd hat und ob das für uns in Ordnung wäre.

Was soll ich sagen, eine halbe Stunde später waren wir pappsatt und unsere erste Tajine hat sehr lecker geschmeckt. Wir werden überschwänglich verabschiedet und fahren wohlgenährt weiter.

Ein paar Kilometer später sehen wir am Strassenrand einen neuen Spielplatz und unser kleinster Mitreisender verlangt lautstark nach einer Schaukelpause. Kaum halten wir an, werden wir von ein paar Kindern umlagert, die von uns Bonbons und Kugelschreiber haben wollen. Nachdem wir ein, zwei Kugelschreiber verschenkt haben und uns der Schaukel widmen, kommen immer mehr Kinder an und wollen etwas haben. Da wir nicht allen etwas geben können und wollen und unser Kleinen es mittlerweile etwas unheimlich wird – wir sind von circa 10-15 Kinder umstellt, fahren wir dann doch früher weiter.

Weiter geht es durch den hohen Atlas – ein toller Ausblick jagt den nächsten, bis wir schliesslich in das Ziztal kommen. Zuerst schauen wir von oben in dieses Oasental runter, direkt neben der Strasse ist ein schöner Aussichtspunkt. Nach ein paar Photos lernen wir einen netten Marokkaner kennen, der schon dreimal in Deutschland Urlaub gemacht hat und deswegen ein klein bisschen Deutsch kann. Wir unterhalten uns sehr nett, er will natürlich uns auch ein paar Fossilien verkaufen und dann fahren wir auf unseren Campingplatz für die Nacht. 

Dort treffen wir unsere zweiten Deutschen in dieser Reise, tratschen ein wenig, holen uns ein paar Ratschläge für die nächsten Ziele in der Wüste und gehen dann nach dem Essen zeitig ins Bett. 

 

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12. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 8

Marokko

Tag 8 – 11.05.2017

Meknes – Midelt

160km

Heute morgen heisst es dann Abschied von Meknes nehmen, es geht weiter Richtung Süden. 

Zuerst verabschieden wir uns von unseren netten Campingplatz Nachbarn, die uns mit einige guten Tips versorgt haben und dann geht es nochmal in den Morgenverkehr nach Meknes, um die Vorräte aufzufüllen. Es heisst also wieder, keine Angst im Strassenverkehr zeigen, wer bremst, verliert 🙂

Danach geht es über Landstrasse über den mittleren Atlas. Wieder ein ganz andere Landschaft. War es bei Meknes noch einigermassen grün, wird es immer staubig und brauner. Nur auf den hohen Pässen wird es dann lustigerweise wieder grüner und wir fahren an grossen Schaf- und Ziegenherden vorbei. 

Wie schon eigentlich jeden Tag machen wir irgendwo im nirgendwo Mittagspause. Kaum stellen wir unseren Bus ab und fangen an rumzuräumen, hält hinter uns ein Bus. Es steigen gefühlt dreissig Engländer an und fangen an, die Landschaft zu photographieren. Die Landschaft wird dann wohl relativ schnell langweilig und deswegen beginnen sie vor der Mittagspause uns zu photographieren und zu filmen – wir werden noch zu Filmstars hier in Marokko 🙂

Es geht über den zweithöchsten Pass von Marokko (ca. 2300 m hoch) in die Ebene wieder runter, am Horizont sehen wir schon den hohen Atlas. Dort sind die Berggipfel noch mit Schnee bedeckt. 

In der Ebene steuern wir den nächsten Campingplatz an, diesmal ein eher grosser und geniessen einen windigen, aber ruhigen Abend mit Internet 🙂

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11. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 7

Marokko

Tag 7 – 10.05.2017

Meknes

0km

Heute steht die Erkundung von Meknes auf dem Programm. Wir erkundigen uns am Campingplatz, wie man mit dem Bus nach Meknes kommt und stellen uns mit ein paar Marokkaner an die Bushaltestelle.

Einer springt nach kurzer Zeit auf und hält ein Überwand Taxi an. Er steigt ein und winkt uns, daß wir auch mitkommen sollen. Wir überlegen kurz und fahren dann mit in die Medina von Meknes. Ein wirkliches Erlebnis – mit mehreren Marokkanern in einem uralten Mercedes aus dem 70ziger Jahren 🙂

In Meknes sind wir erstmal in ein Café, um Minztee zu trinken und den Tag zu planen. Danach stürzen wir uns in die Medina, um zu bummeln. Ein Stand nach dem anderen, in dem einen gibt es Obst, in dem nächsten Gewürze, dann wieder irgendwelchen Krimskrams. Es gibt unendlich viel zu schauen, zu hören und zu riechen. Wir probieren von den marokkanischen Süssigkeiten, wir kaufen „Berber-Whiskey“ – ein Tee von den Berbern und gehen shoppen.

Alleine das Einkaufen ist ein Erlebnis für einen Deutschen, das sprichwörtliche arabische Handeln ist an der Tagesordnung. Mir liegt das ja eher nicht, aber meine bessere Hälfte blüht da auf und so haben wir bald unsere erste marokkanische Lampe im Gepäck 🙂

Am späten Nachmittag fragen wir uns bis zur Bushaltestelle durch und fahren mit dem Bus zum Campingplatz. Auch wieder ein spannendes Erlebnis – als eine junge Marokkanerin einsteigt, nimmt sie selbstverständlich unsere Kleine auf den Schoss und bespielt sie bis wir am Campingplatz angekommen sind. Überhaupt passiert es einem ständig, daß jemand zu uns kommt und alles über unsere Kleine wissen will und sie drückt und bespasst. Ein insgesamt sehr kinderliebe Gesellschaft!

Den Abend lassen wir wieder am Campingplatz ausklingen und gehen früh ins Bett. 

 

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10. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 6

Marokko

Tag 6 – 09.05.2017

Chefchaouen – Meknes

200km

Nach einer entspannten und vor allem kühlen Nacht machen wir uns fertig und fahren Richtung Meknes. 

So langsam gewöhnen wir uns an den marokkanischen Strassenverkehr, Überwand Taxis, die an den unmöglichsten Stellen überholen, riesige, überladene LKWs, die mich an Bilder aus Indien erinnern, dazwischen Schlaglöcher und Eselskarren. Hm, und die Strassen hier im Norden sollen die guten von Marokko sein 🙂

Mittags halten wir wieder irgendwo auf einem Feld an einer Seitenstrasse an und geniessen ein leckeres Mittagessen und halten ein bisschen Siesta. Ständig fahren und laufen Marokkaner bei uns vorbei, grüssen uns freundlichen und winken. Kurz bevor wir weiter fahren wollen, kommt eine marokkanische Familie auf zwei Eseln reitend vorbei. Die Esel sind schwer mit Gras beladen, das ist wohl der Ertrag der Arbeit des ganzen Morgens auf dem heissen Feld. Sie grüssen sehr freundlich und wir zeigen uns gegenseitig unsere kleinen Kinder 🙂

Nachdem sie vorbei geritten sind, kommt man schon ins Grübeln über den verschiedenen Lebensstandard in unseren beiden Ländern…

Wir fahren weiter Richtung Meknes und wollen nur noch schnell für den Abend und die nächsten Tage einkaufen. Da der Campingplatz vor Meknes liegt, beschliessen wir nach Meknes zu fahren und dort in einem Supermarkt das nötigste einzukaufen.

Hier kriege ich das erste Mal ein Gefühl dafür, wie es ist in einer marokkanischen Stadt  Auto zu fahren. Alles was wir bis jetzt erlebt haben, ist ein Kindergarten dagegen. Ich finde mich nach fünf Minuten eingekeilt zwischen drei Bussen, die alle dorthin wollen, wo ich bin und laut hupen 🙂 Ich lerne relativ schnell, es herrscht des Recht des Stärkeren und vor allem dem Schnelleren in Marokko im Strassenverkehr 🙂 Nach 20 Minuten sind wir am Supermarkt und ich schweissgebadet…

Ein schneller Einkauf und dann ab auf den Supermarkt, wo den Abend entspannt bei einem leckeren Essen ausklingen lassen.

 

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09. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 5

Marokko

Tag 5 – 08.05.2017

Tanger Med – Chefchaouen

140km

So, da waren wir also in Marokko. Nach dem Abenteuer Zoll (siehe gestern) ging es Richtung Tetouan auf der östlichen Küstenstrasse. Was als erstes mich sehr verwundert hat, ist das Marokko an der Nordseite sehr bergig ist und es erstmal sehr steil bergauf geht. 

Hier kriegen wir einen ersten Einblick in den marokkanischen Strassenverkehr. Eine gut ausgebaute Strasse hat durchaus auch mal „kleine“ Schlaglöcher (man hat das Gefühl, dass das ganze Auto darin verschwinden könnte :-), aber ansonsten ist eigentlich alles wie bei uns.

Es fahren viele alte Mercedes-Benz herum und zwar als eine Art Überland Taxi. Es werden soviele wie möglich in das Auto gepackt, so daß man schon mal zu zweit auf dem Vordersitz sitzen darf.

Wir machen erstmal oberhalb eines kleinen Stausees Pause und trinken einen Kaffee. Kurz darauf hält ein Jeep neben uns und es purzeln ein paar Asiaten heraus. Schnell haben wir herausgefunden, daß sie aus China und wir aus Deutschland kommen. Und noch schneller wurden wir gefragt, ob es ok wäre wenn wir photographiert werden – hm, eigentlich war ich zum Photographieren gekommen, aber ok, warum auch nicht anders herum – was macht man nicht alles für die Völkerverständigung 🙂 

Bald darauf kommen wir in die erste von vielen Polizeikontrollen. Wir haben viel darüber gelesen und uns mit diversen Zetteln (Listen mit Fahrzeugdaten u.ä.) darauf vorbereitet.

Der Polizist will dann auch gar nichts von all diesen Sachen wissen, sondern spricht uns erstmal auf ungfähr sieben Sprachen an (Marokkaner scheinen in diesen Angelegenheiten Sprachtalente zu sein!) und gibt uns Tips, was wir in der Gegend unbedingt anschauen sollten. Und das war dann schon die erste Polizeikontrolle in Marokko 🙂

Uns fällt auf, dass die meisten Marokkaner ein echtes Interesse daran haben, uns kennenzulernen und wissen wollen, was wir anschauen. Ebenfalls sind sie alle sehr kinderlieb und wollen alles über unser Töchterlein erfahren. Der ist die Kinderliebe allerdings manchmal etwas viel, vor allem wenn sie von wildfremden gebusselt wird 🙂

Am frühen Mittag sind wir dann in Chefchaouen und checken auf dem Campingplatz ein. Auch das alles total entspannt – hier treffen wir sich ein paar, die mit uns auf der Fähre gefahren sind. Der Campingplatz ist oberhalb der Stadt gelegen und bietet eine wundervolle Sicht über die Stadt.

Nach der schlimmsten Mittagshitze gehen wir dann in die Stadt und werfen uns in das marokkanische Getümmel eines Wochenmarktes. Ich hab ja schon so meine Vorstellungen und Gedanken gehabt, aber das hat dann doch alles übertroffen. Ein unglaubliches Gewusel an Menschen, jeder versucht jeden mit noch lauterem Rufen zu überbieten, ein Unzahl an Gerüchen von Gewürzen, Obst und sonstigen Waren, die auf der Straße angeboten werden, ein Durcheinander an Ständen. Es ist wirklich beeindruckend! 

Zuerst laufen wir ein wenig und bewundern die „blaue Stadt“. So genannt weil wirklich so ziemlich jedes Haus in der Medina (die Innenstadt) blau angestrichen ist. So langsam kommen wir im Orient an, setzen uns in ein Strassencafe und bestellen unseren ersten marokkanischen Minztee – auch den hatte ich mir anders, in Realität schmeckt er um ein vielfaches besser 🙂

Danach versuchen wir uns so langsam mal am Einkaufen, da der Tag sich dem Ende zu neigt und wir noch was essen wollen. Insgesamt klappt das schon ganz gut, allerdings merken wir schnell, daß wir doch noch für marokkanische Verkäufer viel zu langsam sind 🙂

Dann haben wir alles und gehen die gefühlt 1000 Stufen zu unserem Campingplatz hoch und essen zu Abend. Noch schnell ein paar schöne Nachtaufnahmen von hoch über der Stadt machen und dann mit 1000 neuen Eindrücken ab ins Bett.

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08. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 2-4

Marokko

Tag 2-4 – 04.-07.05.2017

Como – Savona -Tanger Med 

2300km

Los geht es nach einem kurzem Frühstück in Como Richtung Savona – dort werden wir auf die Fähre einschiffen. Alles geht relativ schnell und glatt, so dass wir am frühen Mittag beschliessen, die Autobahn zu verlassen und über die Landstrassen zu fahren. 

Gegen Mittag kommen wir dann in ein kleines verschlafenes Nest namens Sale, wo wir dann die Mittagszeit an einem Spielplatz verbringen und auch noch den letzten originalen italienischen Kaffee in einer kleinen Strassenbar geniessen.P1270289-2

Dann geht es Richtung Savona, da wir drei Stunden von Abfahrt der Fähre da sein müssen. Alles geht gut inklusive einer schnellen, leckeren Pizza zum Mitnehmen, so dass wir schon gegen sieben in Savona am Hafen sind.

Dort kriegen wir dann den ersten Kontakt mit dem marokkanischen Reisestil. Lauter Autos, Kleinbusse und Kleinlaster stehen aufgereiht vor der Fähre, beladen bis unter die Hutkrempe. Sei es P1270304-2im Kofferraum, im Fahrgast Raum oder auf dem Dach, jeder Kubikzentimeter wird für irgendeinen Gegenstand genutzt! So Begriffe wie maximale Zuladung und ähnliches, an die wir Deutschen so denken, gibt es scheinbar nicht. Dafür quietschende Achsen, schleifende Autos und die Krönung des Ganzen, Autos, die mit dem Abschleppdienst ins Schiff gezogen werden!

Wir kommen jedenfalls ziemlich schnell und unkompliziert durch den italienischen Zoll und die Abfertigung, so daß wir unsere Kabine beziehen können und nach einem kleinen Ausflug über das Deck und den letzten direkten Blick auf das europäische Festland in Bett fallen.

Am nächsten Morgen gilt es das Schiff zu erkunden und jedlichen Komfort auszuprobieren. So verbringen wir den ersten Vormittag im Spielzimmer, das von vielen Kindern belagert wird und trotz wenig Spielsachen Spass bringt. Den Nachmittag verbringen wir auf Deck mit Lesen, Planen und P1270342-2Beobachten. Es ist schon sehr interessant in eine fremde Kultur zu blicken – ich glaube, wir sind die einzigen Deutschen an Bord und auch insgesamt sind sehr wenige Touristen an Bord. 

Es gibt zum Beispiel direkt neben dem Spielzimmer ein Gebetsraum für die fünf Gebete, die ein Moslem täglich zu absolvieren hat.

Abends legen wir in Barcelona an, wir geniessen wieder den Anblick vom Achterdeck und gehen früh schlafen. Die Nacht war eher schlecht, da ständig Leute vor unserer Kabine entlang laufen und Krach machen, zusätzlich werden ständig Durchsagen und Sicherheitsbelehrungen gemacht. 

P1270352-2Am nächsten Morgen wundern wir uns, dass wir beide das Gefühl hatten, daß das Schiff die halbe Nacht nicht gefahren ist. Das Gefühl bestätigt sich am Nachmittag, wo ein kurzer Blick auf das Gas bestätigt, daß wir irgendwie noch nicht so weit sind, wie wir sein müssten. Ein kurze Nachfrage an die Rezeption bestätigt, statt um 0:30 kommen wir um frühestens um 5:30 an. Naja, das ist insofern nicht schlimm, da wir eh nicht gewusst hätten, wo wir die erste Nacht in Tanger Med verbringen sollten. Also geniessen wir noch den Abend an Bord und gehen dann ins Bett. P1270370-2

Am nächsten Morgen geht es dann von Bord. Wir kommen tatsächlich um 6:30 an und dann geht das Gerangel um die Ausfahrt los. Wir sind heilfroh, dass wir ohne Beulen und sonstigen Schäden am Auto vom Schiff kommen. 

Marokkaner sehen das wohl nicht so. Sie hupen, schreien, fahren ineinander, eine wüste Rauferei.

Dann geht es durch ein, zwei Kontrollen und schon geht es zum grossen Schild „Exit“. Hm, das ist ja nicht so kompliziert wie wir vorher gehört haben, denken wir, bis wir um die nächste Ecke fahren und zum richtigen Zoll kommen. Dort heisst es für uns ordnungsverwöhnte Deutsche umdenken – der Zoll ist wie ein türkischer Basar. Jeder schreit und rennt umher, um die Gunst einer der zahlreichen Zollbeamten zu erheischen, damit er abgefertigt wird. Uns erschliesst sich dieses System erst auf den dritten Blick, so daß wir erstmal eine Stunde brav in der Schlange warten, weil wir denken, irgendwer wird sich schon um uns kümmern. Weit gefehlt, nach einer Stunde renne ich dann P1270384-2auch verschiednen Zollbeamten hinterher und nach einer knappen weiteren halben Stunde sind wir durch den Zoll 🙂

Das war dann unser erstes marokkanisches Abenteuer – es hat doch einige Nerven gekostet – vor allem weil es für uns auch nicht gleich erkennbar war, wer wirklich am Zoll arbeitet und wer Bettler, fliegender Verkäufer oder sonst etwas ist. Für uns unvorstellbar, hier scheinbar kein Problem. Übrigens, das Auto, welches in Savona noch in das Schiff geschleppt worden ist, wurde in Tanger Med auf einen Abschleppwagen verladen und so durch den Zoll gebracht 🙂

Egal, wir sind durch den Zoll und unterwegs Richtung Landesinnere.

07. Mai 2017 von iljaosthoff
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Marokko 2017 – Tag 1

Marokko
Tag 1 – 04.05.2017
Buchenberg – Como
330km

So, nach jeder Menge Vorbereitung geht es heute endlich los – das Abenteuer Marokko.
Nach der letzten Packorgie – „wie kriegen wir das alles eigentlich in den Bus?“ und „Hast Du eigentlich den Gashahn aufgedreht?“, nachdem wir alles auf den Gastank draufgestapelt haben, ging es los.
P1270266Als erste Etappe haben wir uns den Comer See ausgesucht, wir haben relativ viel Zeit, da unsere Fähre erst morgen Abend los geht.
Die Fahrt ging relativ problemlos von statten, wenn man von diesen kleinen Problemen mal absieht – wie ist die PIN der Kreditkarte? Wie die hat ne PIN? 🙂
In Como angekommen suchen wir uns erstmal einen Campingplatz, da wir über Nacht nochmal am Strom stehen wollten, da wir auf der Fähre den Kühlschrank anlassen wollen.
Also Google angeworfen, einen netten Campingplatz gesucht und nichts wie hin – durch den Feierabend Verkehr in einer italienischen Grosstadt ein kleiner Vorgeschmack auf marokkanisP1270269che Verkehrsverhältnisse? Dort angekommen ist alles verrammelt und verschlossen – super, der nächste Platz ist auf der anderen Seite der Stadt!
Naja mit etwas Verzögerung sind wir dann auf dem anderen Platz angekommen und geniessen den Abend bei einem Glas Wein und einer Dose Ravioli als einzigen Gäste auf diesem Platz 🙂 Wenn sich jemand fragt, warum Ravioli, hm ja auf der Pizzeria auf dem Platz gibt es leider keine Pizza 🙂
Ich hoffe, daß ich die nächsten Tage wieder weiter bloggen kann – keine Ahnung, ob die marokkanischen WLANs das zulassen. Auf jeden Fall gibt es alles, wenn wir wieder zurück sind!

04. Mai 2017 von iljaosthoff
Kategorien: Marokko 2017 | Schlagwörter: , , , | Schreibe einen Kommentar

Der Bach

Heute auf dem Weg zum Christlesee in der Nähe von Oberstdorf…so schön!
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29. April 2017 von iljaosthoff
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Regensburger Dom

Ein tolles Gebäude voller Motive.1G0A4746_AuroraHDR_HDR

25. November 2016 von iljaosthoff
Kategorien: City | Schreibe einen Kommentar

Über den Allgäuer Voralpen

Ein toller Blick über die Allgäuer Voralpen
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08. Juli 2016 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Allgäuer Weitblick

Vom Riedbergerhorn in die Allgäuer Alpen hinein. Ein Allgäuer Weitblick – wunderschön!
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06. Juli 2016 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Allgäuer Kuhherde

Eine Allgäuer Kuhherde von oben 🙂 Diesmal vom Riedbergerhorn aus photographiert.
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04. Juli 2016 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Riedbergerhorn

Das Riedbergerhorn in voller Pracht. Letzte Woche und immer noch Schnee oben. Aber es war ein Mordsspaß das Schneefeld runterzurutschen 🙂
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01. Juli 2016 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Kuhweide

Auch eine Kuhweide kann ein tolles Photomotiv abgeben 🙂 Im Allgäu ist fast alles schön 🙂
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29. Juni 2016 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Allgäuer Alpen

Ein toller Blick vom Riedbergerhorn in die Allgäuer Alpen.
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27. Juni 2016 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Möwe über der ewigen Stadt

Noch ein Bild über den Dächern der ewigen Stadt. Diesmal in die Richtung des Denkmals des Sankt Emmanuell, oder wie die Römer sagen, die Schreibmaschine 🙂

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24. Juni 2016 von iljaosthoff
Kategorien: City, Reise | Schreibe einen Kommentar

Klein-Colosseum

In dieser interessanten Stadt gibt es an jeder Ecke tolle Photolocations und Motive. Das ist ausnahmsweise nicht das Kolosseum, sondern ein anderes Theater, was mindestens genauso spannend zu photographieren ist 🙂
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22. Juni 2016 von iljaosthoff
Kategorien: City, Reise | Schreibe einen Kommentar

Über den Dächern von Rom

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20. Juni 2016 von iljaosthoff
Kategorien: City | Schreibe einen Kommentar

Altar

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17. Juni 2016 von iljaosthoff
Kategorien: City, Reise | Schreibe einen Kommentar

Ristorante

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15. Juni 2016 von iljaosthoff
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Venedig

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13. Juni 2016 von iljaosthoff
Kategorien: City, Reise | Schreibe einen Kommentar

San Marco

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10. Juni 2016 von iljaosthoff
Kategorien: Reise | Schreibe einen Kommentar

Regensburger Dom

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19. Mai 2016 von iljaosthoff
Kategorien: City | Schreibe einen Kommentar

Acker

Acker

29. April 2016 von iljaosthoff
Kategorien: Landschaft | Schreibe einen Kommentar

Trento

DSCF1138-Bearbeitet

26. April 2016 von iljaosthoff
Kategorien: City | Schreibe einen Kommentar

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