Marokko 2017 – Tag 10

Marokko

Tag 10 – 13.05.2017

Unteres Ziztal – Erg Chebbi

80km

Heute sind wir früh aufgestanden, um den kurzen Weg nach Erg Chebbi hinter uns zu bringen. Wir wollen heute nicht soviel in den Nachmittag rein fahren, deswegen geht es gleich los. 

Zuerst fahren wir durch den Rest des Oasentals Ziz, um dann bald nach Erfoud zu kommen. Das ist eine kleine Wüstenstadt am Tor zum Erg Chebbi – für die Filmkundigen unter Euch, hier wurden Teile von dem Film „Die Mumie“ gedreht.

Wir wollen zwei Tagen in der Wüste verbringen, deswegen halten wir am örtlichen Suk (der Markt des Ortes) an, um die Vorräte aufzustocken. 

Die Suks sind immer sehr ähnlich aufgebaut, eine Reihe Kleidung, eine Reihe Fleisch, eine Reihe Obst und so weiter. Bei dem Suk in Erfoud ist die Besonderheit, daß hier nur sehr selten Touristen hinkommen und hier eigentlich nur die Einheimischen einkaufen. Das ist immer ein spannendes Erlebnis, sehr laut, sehr eng und voller Eindrücke. Sei es dass es komplette Rinderhälften auf der Strasse hängen, die Tische voller verschiedenen Mägen von Kühen sind oder man zuschauen kann, wie ein Ziegenkopf zerteilt wird – egal wo man hinschaut, es gibt immer was spannendes zu sehen.

Am frühen Nachmittag kommen wir in Erg Chebbi an und suchen den Campingplatz, den wir uns ausgesucht haben. Er liegt direkt an den Dünen von Erg Chebbi. Aber erstmal gilt es 4 km einer Offroad Piste zu überstehen. Kaum sind wir angekommen, sehen wir, daß diese Auberge ihre besten Tage wohl hinter sich hat und nicht mehr zum Campen geeignet ist. Also weiter gehts…eigentlich kein Problem, da wir meistens durch die Steinwüste fahren und dank der Sandstürme der letzten Tage sehr fester Sand da ist, aber es gibt immer wieder kleine Senken, die mit feinem Wüstensand gefüllt sind und über die wir kaum drüber kommen.

Leider sind die beiden nächsten Auberges auch nicht für uns anfahrbar – ich muss dazu sagen, daß wir keinen Allrad haben, aber schliesslich finden wir die vierte, wo wir hinfahren können und auch stehen bleiben dürfen. 

Nach dem üblichen Willkommen-Minztee stellen wir unser Goldstückchen direkt an die Wüste und geniessen den Abend.
Im Moment sitze ich am Auto und schreibe mit Blick auf die Dünen von Erg Chebbi und höre kubanische Musik. Einfach toll :-)

Gegen Abend werden dann zig Touristen auf Dromedare gepackt und in die Wüste geführt, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Ein Anblick, der uns nicht so liegt, da wir lieber dort sind, wo weniger Touristen sind.

In der frühen Nacht machen wir dann noch tolle Sternenphotos und geniessen den Aufgang des Fast-Vollmonds und fallen dann todmüde ins Bett.

 

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13. Mai 2017 von iljaosthoff
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