Marokko 2017 – Tag 5

Marokko

Tag 5 – 08.05.2017

Tanger Med – Chefchaouen

140km

So, da waren wir also in Marokko. Nach dem Abenteuer Zoll (siehe gestern) ging es Richtung Tetouan auf der östlichen Küstenstrasse. Was als erstes mich sehr verwundert hat, ist das Marokko an der Nordseite sehr bergig ist und es erstmal sehr steil bergauf geht. 

Hier kriegen wir einen ersten Einblick in den marokkanischen Strassenverkehr. Eine gut ausgebaute Strasse hat durchaus auch mal „kleine“ Schlaglöcher (man hat das Gefühl, dass das ganze Auto darin verschwinden könnte :-), aber ansonsten ist eigentlich alles wie bei uns.

Es fahren viele alte Mercedes-Benz herum und zwar als eine Art Überland Taxi. Es werden soviele wie möglich in das Auto gepackt, so daß man schon mal zu zweit auf dem Vordersitz sitzen darf.

Wir machen erstmal oberhalb eines kleinen Stausees Pause und trinken einen Kaffee. Kurz darauf hält ein Jeep neben uns und es purzeln ein paar Asiaten heraus. Schnell haben wir herausgefunden, daß sie aus China und wir aus Deutschland kommen. Und noch schneller wurden wir gefragt, ob es ok wäre wenn wir photographiert werden – hm, eigentlich war ich zum Photographieren gekommen, aber ok, warum auch nicht anders herum – was macht man nicht alles für die Völkerverständigung :-) 

Bald darauf kommen wir in die erste von vielen Polizeikontrollen. Wir haben viel darüber gelesen und uns mit diversen Zetteln (Listen mit Fahrzeugdaten u.ä.) darauf vorbereitet.

Der Polizist will dann auch gar nichts von all diesen Sachen wissen, sondern spricht uns erstmal auf ungfähr sieben Sprachen an (Marokkaner scheinen in diesen Angelegenheiten Sprachtalente zu sein!) und gibt uns Tips, was wir in der Gegend unbedingt anschauen sollten. Und das war dann schon die erste Polizeikontrolle in Marokko :-)

Uns fällt auf, dass die meisten Marokkaner ein echtes Interesse daran haben, uns kennenzulernen und wissen wollen, was wir anschauen. Ebenfalls sind sie alle sehr kinderlieb und wollen alles über unser Töchterlein erfahren. Der ist die Kinderliebe allerdings manchmal etwas viel, vor allem wenn sie von wildfremden gebusselt wird :-)

Am frühen Mittag sind wir dann in Chefchaouen und checken auf dem Campingplatz ein. Auch das alles total entspannt – hier treffen wir sich ein paar, die mit uns auf der Fähre gefahren sind. Der Campingplatz ist oberhalb der Stadt gelegen und bietet eine wundervolle Sicht über die Stadt.

Nach der schlimmsten Mittagshitze gehen wir dann in die Stadt und werfen uns in das marokkanische Getümmel eines Wochenmarktes. Ich hab ja schon so meine Vorstellungen und Gedanken gehabt, aber das hat dann doch alles übertroffen. Ein unglaubliches Gewusel an Menschen, jeder versucht jeden mit noch lauterem Rufen zu überbieten, ein Unzahl an Gerüchen von Gewürzen, Obst und sonstigen Waren, die auf der Straße angeboten werden, ein Durcheinander an Ständen. Es ist wirklich beeindruckend! 

Zuerst laufen wir ein wenig und bewundern die „blaue Stadt“. So genannt weil wirklich so ziemlich jedes Haus in der Medina (die Innenstadt) blau angestrichen ist. So langsam kommen wir im Orient an, setzen uns in ein Strassencafe und bestellen unseren ersten marokkanischen Minztee – auch den hatte ich mir anders, in Realität schmeckt er um ein vielfaches besser :-)

Danach versuchen wir uns so langsam mal am Einkaufen, da der Tag sich dem Ende zu neigt und wir noch was essen wollen. Insgesamt klappt das schon ganz gut, allerdings merken wir schnell, daß wir doch noch für marokkanische Verkäufer viel zu langsam sind :-)

Dann haben wir alles und gehen die gefühlt 1000 Stufen zu unserem Campingplatz hoch und essen zu Abend. Noch schnell ein paar schöne Nachtaufnahmen von hoch über der Stadt machen und dann mit 1000 neuen Eindrücken ab ins Bett.

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08. Mai 2017 von iljaosthoff
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