Marokko 2017 – Tag 9

Marokko

Tag 9 – 12.05.2017

Midelt – unteres Ziztal

180km

Nachdem wir eine ruhige Nacht verbracht haben, irgendwann hat auch mal der Wind aufgehört, fahren wir weiter Richtung Süden – Richtung Erg Chebbi und den Sanddünen. 

Zu erst durchqueren wir die ersten Ausläufer des hohen Atlas und die Landschaft ändert sich mal wieder komplett. Mittlerweile sieht es aus wie in einem Western. Eine Steppenlandschaft, braun in braun, mit kleinen Tafelbergen dazwischen. Wenn hier irgendwo John Wayne um die Ecke reiten würde, wundern würde es mich nicht :-)

Wir kommen vor lauter Photostops kaum vorwärts, aber es ist einfach alles zu toll zum anschauen.

Mittags wollen wir dann lieber mal essen gehen, als selber kochen. Also halten wir in einem kleinen Kaff im Nirgendwo am Strassenrand und fragen in einer kleinen Kneipe, ob es was zum Essen gibt. Der nette Besitzer schliesst uns gleich so ins Herz (oder sind es Verständigungsprobleme?), daß er mir gleich die Küche zeigt, was er auf dem Herd hat und ob das für uns in Ordnung wäre.

Was soll ich sagen, eine halbe Stunde später waren wir pappsatt und unsere erste Tajine hat sehr lecker geschmeckt. Wir werden überschwänglich verabschiedet und fahren wohlgenährt weiter.

Ein paar Kilometer später sehen wir am Strassenrand einen neuen Spielplatz und unser kleinster Mitreisender verlangt lautstark nach einer Schaukelpause. Kaum halten wir an, werden wir von ein paar Kindern umlagert, die von uns Bonbons und Kugelschreiber haben wollen. Nachdem wir ein, zwei Kugelschreiber verschenkt haben und uns der Schaukel widmen, kommen immer mehr Kinder an und wollen etwas haben. Da wir nicht allen etwas geben können und wollen und unser Kleinen es mittlerweile etwas unheimlich wird – wir sind von circa 10-15 Kinder umstellt, fahren wir dann doch früher weiter.

Weiter geht es durch den hohen Atlas – ein toller Ausblick jagt den nächsten, bis wir schliesslich in das Ziztal kommen. Zuerst schauen wir von oben in dieses Oasental runter, direkt neben der Strasse ist ein schöner Aussichtspunkt. Nach ein paar Photos lernen wir einen netten Marokkaner kennen, der schon dreimal in Deutschland Urlaub gemacht hat und deswegen ein klein bisschen Deutsch kann. Wir unterhalten uns sehr nett, er will natürlich uns auch ein paar Fossilien verkaufen und dann fahren wir auf unseren Campingplatz für die Nacht. 

Dort treffen wir unsere zweiten Deutschen in dieser Reise, tratschen ein wenig, holen uns ein paar Ratschläge für die nächsten Ziele in der Wüste und gehen dann nach dem Essen zeitig ins Bett. 

 

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12. Mai 2017 von iljaosthoff
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